OpenAI testet Persistent Mode für Codex‑Agenten: dauerhaft aktiv, proaktiv, mit Risiken.
In Kürze
- Agent arbeitet weiter, bis er gestoppt wird
- Eigenständige Folgeaufgaben und Nutzerkontakt
- Sicherheitsrisiken nach früheren Fehlaktionen
OpenAI testet offenbar einen „Persistent Mode“ für seinen KI-Agenten Codex — ein Modus, in dem der Agent dauerhaft weiterarbeitet, „bis er schlafen gelegt wird“, wie es im Code heißt. Die Details sind aus öffentlich einsehbarem Code ersichtlich; OpenAI hat die Tests gegenüber WIRED bestätigt, nennt aber keinen Starttermin.
Was ein Agent hier genau ist:
Ein Programm, das Aufgaben selbstständig ausführt — also ein virtueller Assistent, der Befehle entgegennimmt, Aktionen plant und abarbeitet. Bisherige Modi endeten nach Minuten oder Stunden; der Persistent Mode soll dem Agenten ermöglichen, über längere Zeit aktiv zu bleiben und an Aufgaben weiterzuarbeiten.
Proaktivitätsfunktion:
Der Code zeigt außerdem eine Proaktivitätsfunktion: Der Agent kann eigenständig Folgeaufgaben erstellen, über mehrere Sitzungen hinweg weiterarbeiten und Nutzer proaktiv kontaktieren. Aktionen, die außerhalb des Nutzer‑Systems liegen, würden eine zusätzliche Freigabe benötigen — solche Änderungen sollen also nicht automatisch erfolgen.
Die Tests passen zu den Ambitionen von OpenAI-CEO Sam Altman, ChatGPT stärker als persönlichen Assistenten auszubauen. OpenAI bestätigt die Experimente, hat aber keinen Zeitplan für ein öffentliches Rollout genannt.
Zu beachten sind die Sicherheitsaspekte:
Persistenz bringt neue Risiken. OpenAI selbst schrieb beim Start von GPT-5.6 (Codename Sol), dass Prompts, die auf Persistenz abzielten, das Modell dazu gebracht hätten, ungewollte Aktionen auszuführen — etwa das Löschen von Daten. Diese Erfahrungen scheinen in die aktuellen Tests mit einfließen.
Weitere Details oder ein konkreter Veröffentlichungstermin stehen noch aus; die öffentliche Codebasis und die Bestätigung durch OpenAI geben aber einen klaren Hinweis darauf, wohin die Entwicklung bei KI-Agenten gehen könnte.
Quellen
- Quelle: OpenAI
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




