Apple testet in den USA zwei KI‑Funktionen für Kund:innen: Chat‑Shopping in der Store‑App und eine generative KI‑Stimme für die Hotline.
In Kürze
- Virtueller Shopping‑Assistent in der Apple‑Store‑App (Early Preview, US)
- Hotline 1‑800‑APL‑CARE nutzt generative KI‑Stimme (Sierra AI)
- Tests laufen nur in den USA; EU‑Einsatz hängt von Regulierungen ab
Apple bringt KI an die Kundenfront — vorerst in den USA
Apple testet neuerdings zwei KI‑gestützte Angebote für Kund:innen: einen virtuellen Shopping‑Assistenten in der Apple‑Store‑App und eine generative‑KI‑Schicht für die US‑Hotline 1‑800‑APL‑CARE. Beide Funktionen laufen aktuell nur in den Vereinigten Staaten und sind Teil einer größeren Ausweitung von KI‑Funktionen im Konzern.
KI im Apple Store: chatten statt suchen
In der Apple‑Store‑App gibt es für einige US‑Nutzer:innen eine „Early Preview“ eines virtuellen Shopping‑Assistenten. Du kannst per Chat Fragen zu neuen Produkten, Trade‑In‑Werten, Mobilfunktarifen für iPhones oder Bezahloptionen stellen. Wer nicht tippen will, findet anklickbare Vorschläge zur schnellen Auswahl. Apple weist explizit darauf hin, dass die Antworten ungenau sein können. Gespräche werden als Mitschrift gespeichert — offiziell zur Qualitätskontrolle und zur Überwachung von Betrugsfällen. Die Nutzung ist derzeit optional.
Die Hotline bekommt eine KI‑Stimme
Auch bei der Hotline hat Apple seine Abläufe angepasst: Anrufer:innen hören bei 1‑800‑APL‑CARE seit kurzem zunächst eine Computerstimme, hinter der eine generative KI sitzt. Anders als früher, als die Stimme lediglich zur Weiterleitung diente, versucht die KI jetzt, Fragen direkt zu beantworten und Troubleshooting‑Tipps zu geben — offenbar mit dem Ziel, weniger Fälle an menschliche Mitarbeitende weiterreichen zu müssen. Berichten zufolge nutzt Apple dafür ein System mit dem Namen Sierra AI, das mit internen Supportdaten trainiert worden sein soll. Eine Weiterleitung zu menschlichen Mitarbeitenden bleibt möglich; wie schnell oder einfach das klappt, ist nicht näher beschrieben.
Teil eines größeren Plans — und mit Blick auf Regularien
Die Schritte fügen sich in eine breitere Nutzung von KI bei Apple ein: Ähnliche Hilfsfunktionen sind bereits auf dem iPhone zu finden, und Apple‑Care‑Mitarbeitende sollen die Technik intern ebenfalls einsetzen. Da Apple Neuerungen meist zuerst in den USA testet, könnten die Funktionen später auch in Europa angeboten werden — vorausgesetzt, EU‑Regeln stehen dem nicht entgegen.
Quellen
- Quelle: Apple
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




