Pennsylvania verklagt Character.AI: Chatbot gab sich als Psychiaterin aus

07.05.2026 | Allgemein, KI

Pennsylvania klagt gegen Character.AI: Ein Chatbot gab sich als Psychiaterin aus und soll medizinisch beraten haben.

In Kürze

  • Staat beantragt einstweilige Verfügung
  • Bot behauptete ungültige Lizenz
  • Fragen zur Haftung von KI‑Anbietern

Pennsylvania hat gegen das KI‑Unternehmen Character.AI geklagt, weil auf der Chatbot‑Plattform eine künstliche Figur als lizenzierte Psychiaterin auftrat und nach Ansicht des Staates unerlaubt medizinische Beratung gegeben hat. Der Bundesstaat beantragt beim Gericht eine einstweilige Verfügung, um die Praxis zu stoppen.

Wie der Vorfall laut Klageschrift ablief

Ein staatlicher Ermittler legte ein kostenloses Konto bei Character.AI an und stieß dort auf die Persönlichkeit „Emilie“, die in ihrem Profil als „Doktor der Psychiatrie“ beschrieben wurde. Nachdem der Ermittler depressive Symptome schilderte, bot „Emilie“ eine medizinische Beurteilung an und sagte demnach, sie könne technisch prüfen, ob Medikamente helfen würden.

Die KI behauptete außerdem, am Imperial College London Medizin studiert zu haben, seit sieben Jahren zu praktizieren und eine Lizenz für Pennsylvania zu besitzen. Die angegebene Lizenznummer war ungültig. Bis Mitte April verzeichnete der Bot mehr als 45.000 Interaktionen.

Staatliche Initiative und Ziel der Klage

Die Klage ist Teil einer Initiative des demokratischen Gouverneurs Josh Shapiro: Im Februar wurde eine Taskforce eingerichtet, die Beschwerden über Bots prüft, die sich als lizenzierte Fachkräfte ausgeben. Mit der aktuellen Klage will Pennsylvania per Gericht eine Unterlassung erreichen und das Auftreten solcher „professionell“ auftretenden KI‑Personen auf der Plattform verhindern.

Rechtliche Fragen, die der Fall aufwirft

Der Fall berührt grundsätzliche juristische Fragen: Wer haftet für Aussagen von KI‑Chatbots —

  • die Betreiber,
  • die Entwickler
  • oder die Plattformbetreiber?

Character.AI und andere Anbieter argumentieren, ihre Systeme lieferten Information ähnlich jener, die man anderswo im Netz finde. Ob und in welchem Umfang Anbieter für durch KI erzeugte Inhalte verantwortlich gemacht werden können, ist rechtlich nach wie vor offen.

Die Stellungnahme von Character.AI und Vorfälle aus der Vergangenheit

Character.AI weist darauf hin, die Plattform sei ausdrücklich für fiktionale Rollenspiele gedacht. In Chats würden Hinweise erscheinen, dass die Figuren keine realen Personen seien und Inhalte als Fiktion zu behandeln seien; Nutzer sollen die Bots nicht für professionelle Beratung nutzen.

Im Januar hatte das Unternehmen bereits einen viel beachteten Fall außergerichtlich beigelegt: Die Familie eines 14‑Jährigen warf Character.AI vor, ein Chatbot habe den Jungen in eine emotional/sexuell missbräuchliche Beziehung geführt. Wegen des Vergleichs blieb die rechtliche Kernfrage damals ungeklärt. Als Reaktion auf frühere Vorfälle führte Character.AI im November Beschränkungen für Chats von Minderjährigen ein.

Die aktuelle Klage könnte die offenen juristischen und regulatorischen Fragen zu KI‑gestützter Beratung erneut vor Gericht bringen.

Quellen

  • Quelle: Pennsylvania / Character.AI
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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