Optima erstellt Benchmarks für deinen KI‑Anwendungsfall: Qualität, Kosten und Geschwindigkeit im Vergleich.
In Kürze
- Tests mit eigenen Daten oder Beispiel‑IO
- Bewertet Qualität, Kosten pro Aufgabe und Laufzeit
- Rubriken‑ oder paarweises Ranking; Abrechnung nach Verbrauch
Artificial Analysis hat Optima vorgestellt — eine Plattform, mit der du Benchmarks für genau deinen Anwendungsfall erstellen kannst.
Ziel: nicht herauszufinden, welches Modell in einem Standardtest gut aussieht, sondern welches Modell in deiner konkreten Aufgabe am besten, am schnellsten oder am kostengünstigsten arbeitet.
Was Optima macht
Optima nimmt deine Problemstellung als Ausgangspunkt und erzeugt vergleichbare Tests über mehrere aktuelle Modelle hinweg. Dabei werden neben Qualität auch Kosten pro Aufgabe und Bearbeitungszeit berücksichtigt — wichtige Größen, gerade wenn KI-Agenten mehrstufige Aufgaben übernehmen und ein niedriger Tokenpreis nicht automatisch günstigere Gesamtkosten bedeutet.
So erstellst du Benchmarks
Du kannst eigene Daten hochladen:
- Dateien
- Datensätze von Hugging Face
- Log‑Aufzeichnungen von KI‑Agenten aus Plattformen wie Arize, Braintrust oder Langfuse
Es gibt außerdem einen Skill, der Informationen aus deiner Coding‑Umgebung und früheren Sessions zusammenführt.
Wenn du keine Trainingsdaten hast, beschreibst du einfach den Anwendungsfall und lieferst Beispiel‑Input/-Output. Optima schlägt daraufhin Test‑Inputs, Bewertungskriterien und Beispielaufgaben vor — diese kannst du prüfen und anpassen, bevor der Lauf startet. Die Plattform führt die Tests über führende Modelle aus und liefert vergleichbare Resultate.
Wie die Bewertung funktioniert
Optima bietet zwei Bewertungsansätze:
Rubrikbasierte Bewertung
Du definierst objektive Kriterien (z. B. Korrektheit, Stil) und bewertest nach diesen Merkmalen.
Paarweises Verfahren
Antworten werden paarweise verglichen; bei jedem Paar wählst du die bevorzugte Antwort. Aus diesen Präferenzen leitet Optima ein Ranking für den gesamten Datensatz ab. Das paarweise Verfahren nutzt Artificial Analysis auch in anderen Benchmarks wie GDPval‑AA.
Kosten und Geschwindigkeit als Vergleichsgrößen
Die Plattform betrachtet explizit Kosten pro erledigter Aufgabe und Bearbeitungszeit neben der Qualität. Das ist besonders relevant bei agentischen Anwendungen: Ein vermeintlich günstiges Modell kann durch häufige Fehler, Nacharbeit oder zusätzliche Versuche insgesamt teurer werden. Vorabnutzer testeten etwa Finanz‑ und Buchhaltungsagenten mit dem Ziel, die Kosten um einen Faktor zehn zu senken, oder suchten nach Modellen, die bestimmte juristische Schreibstile treffen oder Bildinhalte zuverlässig erkennen.
Preise und Abrechnung
Laut Anbieter berechnet Optima für die Modellnutzung nur die tatsächlichen Token‑Kosten der eingesetzten Modelle, ohne Aufschlag. Für die Bewertungsarbeit fallen separate Gebühren an:
- rubrikbasierte Bewertung: 0,125 USD pro Kriterium und Modell
- paarweise Vergleiche: 0,375 USD pro Vergleich
Beim Start eines Benchmarks, bei jedem Lauf und bei jedem Bewertungsdurchgang reserviert die Plattform zunächst einen Betrag nach Kostenschätzung; abgerechnet wird anschließend nach dem tatsächlichen Verbrauch.
Worauf Optima nicht alle Antworten liefert
Optima adressiert ein typisches Problem von Standardbenchmarks — ihre mangelnde Relevanz für individuelle Anwendungsfälle — bringt damit aber keine automatischen Garantien mit. Die Aussagekraft eines Benchmarks hängt weiterhin davon ab, wie präzise du die zu messenden Fähigkeiten formulierst, wie repräsentativ die Testfälle sind und wie sorgfältig Evaluation und Dokumentation umgesetzt werden. Außerdem bedeutet ein günstiges und schnelles Ergebnis nicht automatisch wirtschaftlichen Nutzen, wenn viel Nacharbeit nötig ist oder der Output in deinem Prozess wenig Mehrwert bietet.
Verfügbarkeit
Der Anbieter gibt an, die Plattform sei ab sofort verfügbar.
Quellen
- Quelle: Artificial Analysis
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




