OpenAI senkt Preise bis zu 90% – Kunden wandern ab, Anthropic schwächelt

26.10.2026 | Allgemein, KI

OpenAI bietet massive Rabatte und gewinnt Kunden – zu Lasten von Wettbewerbern.

In Kürze

  • Rabatte bis zu 90% locken Großkunden
  • Anthropic verliert Marktanteile und Wachstumstempo
  • Effizientere Modelle und China-Anbieter verschärfen Preiskampf

OpenAI lockt Kunden mit großen Rabatten – bis zu 90 Prozent, berichtet The Information.

Die Preiskämpfe sorgen dafür, dass mehrere Firmen ihren KI-Einsatz von Anthropic auf OpenAI verlagern oder deutlich aufstocken.

Konkrete Beispiele

  • Rippling zum Beispiel stieg der Anteil an OpenAI-Modellen für Programmieraufgaben von 16 auf 52 Prozent, während der Anteil von Anthropic nach Angaben von CEO Parker Conrad von 57 auf 18 Prozent fiel.
  • Replit schloss laut Bericht nach einem Rabatt von mehr als 30 Prozent einen Vertrag mit OpenAI ab, der sich auf über 100 Millionen US‑Dollar pro Jahr belaufen soll.
  • DataCamp spricht von Kostensenkungen durch OpenAI im Bereich von 80 bis 90 Prozent, so CEO Jonathan Cornelissen.
  • Und eine US‑Bank mit mehr als sieben Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen bekam ihre ChatGPT‑Zugänge ohne Mehrkosten auf 500 Mitarbeitende verdoppelt — die Kosten pro Nutzer lagen demnach unter 7 Dollar statt üblicherweise über 20 Dollar.

Folgen für Anthropic

Für Anthropic haben sich die Folgen schon bemerkbar gemacht: Ein internes Investormemo, zitiert von The Information, nennt eine verlangsamte Wachstumsrate vom zweiten aufs dritte Quartal.

Warum OpenAI so große Rabatte anbieten kann

Wie kann OpenAI so große Rabatte anbieten? Laut dem Bericht nimmt das Unternehmen geringere Gewinnmargen in Kauf und kann gleichzeitig dank effizienterer Modelle und Infrastruktur wettbewerbsfähige Preise bieten. Modelle mit Namen wie „Sol“ und „Luna“ sowie die dahinterstehende Rechen- und Systemarchitektur ermöglichen offenbar starke Preisnachlässe, ohne dass die Leistung leiden muss.

Wettbewerbsdruck aus China

Zudem wächst der Konkurrenzdruck nicht nur aus dem Westen: Chinesische Anbieter wie Deepseek und Kimi sollen ähnliche Leistungsprofile zu deutlich niedrigeren Preisen liefern und damit zusätzlichen Preisdruck aufbauen.

Die Informationen stammen aus einem Bericht von The Information.

Quellen

  • Quelle: OpenAI / Anthropic
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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