Microsoft bietet in den USA freiwillige Abfindungen an – bis zu 7 % der Belegschaft betroffen.
In Kürze
- Anspruch: Alter + Dienstjahre ≥ 70
- Grund: hohe KI‑Investitionen und steigende Kosten
- Kontext: auch Meta kündigt Stellenabbau an
Microsoft bietet US-Mitarbeitenden freiwillige Abfindungen an — bis zu 7 % der Belegschaft betroffen, das wären fast 9.000 Stellen.
Der Konzern hat ein freiwilliges Abfindungsprogramm für Beschäftigte in den USA gestartet. Anspruch haben nach Unternehmensangaben fast alle Angestellten, deren Lebensalter plus Dienstjahre bei Microsoft mindestens 70 ergeben (zum Beispiel 55 Jahre + 15 Jahre Firmenzugehörigkeit). Ausgenommen sind bestimmte Führungskräfte sowie Personen mit umsatzabhängigen Prämien. Wie viele der rund 8.750 Berechtigten das Angebot annehmen, ist bislang offen.
Die Personalchefin schrieb, man wolle den Berechtigten die Möglichkeit geben, „diesen nächsten Schritt“ mit großzügiger Unterstützung des Unternehmens zu gehen. Ob und wie stark das Angebot angenommen wird, dürfte auch vom angespannten Arbeitsmarkt abhängen.
Warum das Programm jetzt kommt
Microsoft investiert massiv in KI-Infrastruktur — laut Bericht rund 80 Milliarden US-Dollar in Rechenzentren und leistungsfähige Maschinen, die nötig sind, um große KI-Modelle zu betreiben. Diese Ausgaben treiben die Kosten erheblich nach oben; deswegen sucht der Konzern nach Möglichkeiten, Personalkosten zu reduzieren.
Das Abfindungsprogramm folgt auf mehrere Entlassungswellen im Jahr 2025, bei denen Microsoft bereits tausende Stellen in verschiedenen Bereichen gestrichen hat. Weltweit beschäftigt das Unternehmen zuletzt etwa 228.000 Menschen, davon rund 125.000 in den USA.
Branchenweiter Kontext
Gleichzeitig gab Meta bekannt, etwa 10 % der Belegschaft zu entlassen — knapp 8.000 Menschen — und etwa 6.000 offene Stellen zurückzuziehen. Auch Meta nennt hohe Investitionen in KI-Infrastruktur als Treiber für die Maßnahme und betont, dass Mitarbeitende, die „wertvolle Beiträge“ geleistet haben, betroffen sein werden.
Allgemein investieren große Tech-Konzerne weiterhin Milliarden in Rechenzentren und spezielle KI-Hardware; die Ausgaben sollen in den kommenden Jahren weiter ansteigen.
Quellen
- Quelle: Microsoft
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




