UKE gründet IDM gGmbH: KI aus Klinikdaten – lokal und datenschutzfreundlich

25.04.2026 | Allgemein, KI

UKE startet die IDM gGmbH, um KI-Tools für Kliniken und Praxen zu entwickeln – datenschutzgerecht und lokal betrieben.

In Kürze

  • IDM nutzt anonymisierte Daten aus rund 7 Mio. Fällen, Training bleibt in der Klinik
  • Argo erstellt automatisiert Epikrisen, Perspektive: komplette Arztbriefe
  • Orpheus transkribiert lokal, Rollout an Kliniken, Praxen und deutsche Cloud-Option

Das Uniklinikum Hamburg‑Eppendorf (UKE) hat 2024 eine gemeinnützige Tochter gegründet: die IDM gGmbH. Ziel ist, KI‑Werkzeuge für den deutschsprachigen Gesundheitsbereich zu entwickeln — mit besonderem Fokus auf datenschutzkonforme Verarbeitung und darauf, dass Patientendaten in Europa bleiben. Kliniken und Praxen sollen durch die Technik entlastet werden.

Digitale Datenbasis aus Jahrzehnten

Das UKE arbeitet seit 2009 digital und verfügt über rund sieben Millionen dokumentierte Patientenfälle. Diese Daten werden anonymisiert und bleiben laut IDM in der Klinik; sie werden dort datenschutzgerecht für das Training von KI‑Modellen genutzt. Die Idee dahinter: aus solidarisch gesammelten Gesundheitsdaten Modelle entwickeln, die dem Gesundheitswesen zugutekommen — und nicht vorrangig externen Tech‑Firmen.

Argo: Textintensive Arztbriefe automatisch erstellen

Argo ist ein großes Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt. Aktuell erstellt Argo automatisiert Epikrisen — also den textintensiven Teil von Arztbriefen, in dem Verlauf, Diagnosen und Hinweise zusammengefasst werden. Auf Sicht soll Argo komplette Arztbriefe schreiben und das bisherige Konzept von Arztbriefen hinterfragen. Geplant sind später auch KI‑Agenten, die bei Diagnostik und Behandlung unterstützen. Für diese Anwendungen strebt die IDM eine ISO‑13485‑Zertifizierung an, die Hersteller von Medizinprodukten erfüllen müssen.

Orpheus: Spracherkennung, lokal betreibbar

Orpheus ist eine KI‑gestützte Spracherkennung, die gesprochene Sprache in Text umwandelt. Seit Anfang 2025 wird Orpheus am UKE von allen rund 15.000 Mitarbeitenden genutzt.

  • an vier Unikliniken
  • in über 30 Krankenhäusern
  • an vier Universitäten
  • in mehr als 200 ambulanten Einrichtungen

Ein wichtiger Unterschied zu vielen kommerziellen Angeboten: Orpheus kann lokal im eigenen Rechenzentrum betrieben werden. Für Praxen ohne eigene Infrastruktur bietet die IDM Hosting in einer deutschen Cloud an.

Warum das für Kliniken und Praxen relevant ist

Die IDM betont Datenhoheit: Patientendaten sollen nicht ins Ausland fließen, damit große Tech‑Konzerne ihre KI‑Modelle weiter verbessern, während Kliniken dafür zahlen müssen. Stattdessen sollen die Modelle in Europa mit hiesigen Daten trainiert werden. Die IDM will die Technologie nicht nur in Kliniken verfügbar machen, sondern auch für Praxen, Apotheken, Krankenkassen und externe Softwareanbieter über Schnittstellen öffnen. Noch dieses Jahr plant die IDM, Teile der Arbeit als Open‑Source‑Komponenten zu veröffentlichen.

Auswirkungen auf die Arbeitswelt

IDM‑Geschäftsführer Dr. Nils Schweingruber sagt, Kliniken werden KI brauchen, um die wachsende Datenmenge zu bewältigen. Seiner Einschätzung nach soll der Einsatz der Technologie nicht zu Personalabbau führen, sondern ermöglichen, ein höheres Patientenaufkommen zu managen.

Quellen

Quellen

  • Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) / Innovative Digitale Medizin (IDM gGmbH)
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

💡Über das Projekt KI News Daily

Dieser Artikel wurde vollständig mit KI generiert und ist Teil des Projektes KI News Daily der Pickert GmbH.

Wir arbeiten an der ständigen Verbesserung der Mechanismen, können aber leider Fehler und Irrtümer nicht ausschließen. Sollte dir etwas auffallen, wende dich bitte umgehend an unseren Support und feedback[at]pickert.io

Vielen Dank! 🙏

Das könnte dich auch interessieren…

Tesla sagt Supercharger‑Warteschlangen per KI voraus

Tesla sagt Supercharger‑Warteschlangen per KI voraus

Tesla nutzt KI, um Supercharger‑Warteschlangen vorherzusagen und Ladepausen in die Routenplanung zu integrieren.In KürzeKI-Prognosen senken Fehlerquote auf ~20 %Vorhersage fließt direkt in den Trip Planner einBerücksichtigt Aufenthalte bei Shops und Restaurants Tesla...

FSM 2025: 28.598 Meldungen – KI‑Bilder erhöhen CSAM‑Anteil

FSM 2025: 28.598 Meldungen – KI‑Bilder erhöhen CSAM‑Anteil

Die FSM verzeichnet 28.598 Beschwerden 2025: viele CSAM‑Fälle, darunter KI‑Bilder; Auslands‑Hosting erschwert Löschungen.In Kürze74% (21.072) der Meldungen als Jugendschutzverstöße eingestuftCSAM 58% der begründeten Fälle; 2.332 virtuelle/KI‑DarstellungenNur rund 23%...