Im Juni 2026 stieg die Zahl schwerer CVE‑Meldungen massiv — zeitlich passend zu KI‑Tools, die gezielt nach Fehlern suchen.
In Kürze
- Rund 1.500 schwere/ kritische CVEs im Juni – über 3,5× Monatsrekord
- Anthropic (Claude Mythos/Glasswing) und OpenAI (Daybreak) als mögliche Treiber
- Epoch AI sieht Korrelation: KI‑gestützte Fehlersuche erhöht Fundrate
Im Juni 2026 ist die Zahl gemeldeter schwerer und kritischer Software‑Schwachstellen sprunghaft angestiegen — und das scheint mit dem Einsatz von KI‑Programmen zur automatischen Fehlersuche zusammenzufallen.
Was die Zahlen sagen
Laut einem Diagramm von Epoch AI meldeten im Juni 21 Organisationen zusammen etwa 1.500 schwere und kritische CVEs. Das ist mehr als 3,5‑mal so viel wie der bisherige Monatsrekord. CVE steht für „Common Vulnerabilities and Exposures“ — also die standardisierte Methode, Schwachstellen offiziell zu erfassen und zu benennen.
Warum es jetzt so viele Meldungen gibt
Als möglicher Auslöser wird der Einsatz von KI‑Modellen genannt, die gezielt nach Softwarefehlern suchen. Im April hatte Anthropic angekündigt, dass sein Modell „Claude Mythos Preview“ eigenständig Schwachstellen aufspüren könne. Anthropic erklärte, vertrauenswürdige Partner hätten das Modell bereits vor der öffentlichen Freigabe genutzt, um Fehler zu finden und zu beheben.
Darüber hinaus berichtet Anthropic, dass ein Programm namens „Glasswing“ bislang angeblich mehr als 10.000 schwere oder kritische Schwachstellen aufgedeckt habe — einige dieser Funde seien noch nicht veröffentlicht. Auch OpenAIs Programm „Daybreak“ wird als weiterer Faktor genannt, der zum Anstieg beigetragen haben dürfte.
Wie Epoch AI das interpretiert
Epoch AI wertet den sprunghaften Zuwachs als Folge einer Welle von KI‑gestützten Entdeckungen von Schwachstellen. Die zeitliche Korrelation zwischen der Einführung dieser automatisierten Tools und dem starken Anstieg an CVE‑Meldungen stützt diese Einschätzung.
Quelle
Quellen
- Quelle: Epoch AI
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




