Seit 29. Oktober gibt es für viele Nutzer:innen kürzere, direktere ChatGPT‑Antworten. OpenAI erkennt dadurch mehr Faktenfehler, in Schutzbereichen verbessern sich Werte.
In Kürze
- Änderung betrifft Gratis-, Go- und No-Login‑Nutzer:innen
- Antworten rund 12% kürzer, Health‑Score leicht gesunken
- Bessere Schutzwerte bei Minderjährigen, aber höhere Fehlerquote
Seit dem 29. Oktober antwortet ChatGPT für viele Nutzer:innen knapp und weniger wohlwollend — und OpenAI sagt selbst, dass das zu mehr Faktenfehlern führt.
Was genau geändert wurde
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OpenAI hat die Antwortweise seines aktuellen Modells (intern als GPT‑6 bezeichnet) für die meisten Nutzer:innen verändert: Gratis‑Accounts, Go‑Nutzer und wer ChatGPT ohne Login verwendet, bekommen seit dem 29. Oktober kürzere und deutlich direktere Antworten.
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Bei Plus‑ und Pro‑Abos bleibt das Haupt‑GPT‑6‑Modell unverändert. Die neue, sparsamere Variante greift dort nur als Backup, wenn du dein Nachrichtenlimit mit GPT‑6 erreichst.
Was die internen Tests zeigen
Antwortlänge
Auf dem HealthBench‑Datensatz, einem Test‑Set mit Gesundheitsfragen, sank die durchschnittliche Antwortlänge von 3.361 auf 2.970 Zeichen — also rund 12 Prozent kürzer. Der sogenannte Health‑Score, bereinigt um Länge, fiel von 50,4 auf 48,2 von möglichen 100 Punkten.
Genauigkeit
OpenAI berichtet, dass die geänderte Version über alle sechs gemessenen Genauigkeits‑Maße hinweg höhere Fehlerquoten zeigt als die Version vom 7. Oktober. Trotzdem schneidet sie in diesen Tests besser ab als das ältere Modell GPT‑5.6 Luna. Die Firma hat die Fehlerentwicklung als Diagramm dargestellt, konkrete Detailzahlen fehlen.
Verbesserte Verhaltenswerte
Bei Fragen, wie das Modell Minderjährige emotional unterstützt, stieg der Wert von 0,734 auf 0,870 (1 ist Bestwert). OpenAI meldet auch bessere Ergebnisse in sensiblen Bereichen bei Teenagern, etwa zu Sexualität, Essstörungen und Gewaltdarstellungen.
Warum OpenAI das gemacht hat
OpenAI wollte weniger „Schmeichelei“ — also Antworten, die Nutzern zu schnell zustimmen oder sie übermäßig bestätigen. Laut Unternehmen kann solches zu nachgiebiges Verhalten bei heiklen Themen wie Gesundheit oder Finanzen riskant sein. Am selben Tag hat OpenAI außerdem die öffentliche Verhaltensrichtlinie (Model Spec) überarbeitet und sie auf fünf Kernwerte gestützt, darunter Ehrlichkeit und „human agency“ — das heißt: das Modell soll Menschen darin unterstützen, eigene Entscheidungen zu treffen, statt sie zu lenken.
Was das für dich bedeutet
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Wenn du die Gratis‑Version nutzt (oder ChatGPT ohne Login), solltest du künftig mit kürzeren, direkteren Antworten rechnen — quasi eine Text‑Diät für das Modell.
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OpenAI selbst gibt an, dass diese Version etwas weniger zuverlässig ist als die frühere. Bei wichtigen Sachfragen, vor allem zu Gesundheit oder Finanzen, empfiehlt sich eine zweite Quelle zur Verifizierung.
Kurz und knapp: Die Tonalität wurde gestrafft, die Antworten sind knapper, an einigen Stellen hat das Modell aber auch öfter Fehler gemacht — und in bestimmten Schutzbereichen wurden Verbesserungen erzielt.
Quellen
- Quelle: OpenAI
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




