Meta startet Muse: 500.000 Nutzer in Woche eins – Streit um OpenClaw

24.09.2026 | Allgemein, KI

Meta startet Muse in den USA – 500.000 Nutzer in Woche eins.

In Kürze

  • 250k+ täglich aktiv
  • 2M+ Prompts eingegeben
  • Streit wegen OpenClaw‑Ähnlichkeiten

Meta hat seinen persönlichen KI-Agenten Muse in den USA gestartet — und die Nutzerzahlen schießen direkt in die Höhe. In der ersten US‑Woche nach dem Launch am 8. September meldet Meta mehr als 500.000 Nutzer, davon über 250.000 täglich aktiv; zusammen wurden mehr als zwei Millionen Prompts eingegeben. Muse ist als eigenständige App und über WhatsApp verfügbar und erreichte Platz 1 im Apple App Store, mit rund 31.000 Bewertungen.

Was Muse machen soll

Die App soll Alltagstätigkeiten übernehmen:

  • Reiseplanung und -buchung
  • Angebote finden
  • Ausgaben verfolgen
  • Terminprobleme lösen

Meta beschreibt Muse als persönlichen Agenten, der wiederkehrende Aufgaben anpackt und Informationen zusammenführt, wenn Nutzer ihm dafür Zugriff auf relevante Konten geben.

Streit um Herkunft: OpenClaw im Mittelpunkt

Meta räumt ein, dass Muse „stark inspiriert“ ist vom Open‑Source‑Projekt OpenClaw. Open‑Source bedeutet, dass der Quellcode öffentlich einsehbar ist. Nat Friedman, Produktchef bei Metas Superintelligence Labs, schrieb, sein Team habe OpenClaw „geliebt“ und etwas Ähnliches gebaut — allerdings skaliert für Milliarden Nutzer. Nutzer hatten jedoch fast identische Dateinamen und Inhalte zwischen Muse und OpenClaw entdeckt, etwa eine SOUL.md-Datei. Diese Datei legt Persönlichkeit, Stil und Verhaltensregeln eines KI‑Agenten fest. Kritiker sehen in Muse deshalb im Grunde OpenClaw für den Mainstream.

Reaktionen und Einordnung

Meta reagierte darauf, dass OpenClaw vieles „richtig“ gemacht habe. TechCrunch kommentiert, Metas Vorgehen passe zu einer bekannten Strategie: erfolgreiche Ideen aufgreifen und in großem Maßstab verbreiten — als Vergleich wird etwa das Stories‑Format genannt. Laut der Berichte übertrifft Muse einige frühe Startkennzahlen von ChatGPT; zugleich soll OpenAI intern ebenfalls über einen persönlichen KI‑Assistenten diskutiert haben.

Die zentrale Frage

Ob Muse dauerhaft Nutzer bindet, hängt laut Berichten vor allem davon ab, ob Menschen dem Agenten Zugriff auf persönliche Konten und sensible Daten gewähren. Nur mit diesen Berechtigungen kann der Agent viele Aufgaben tatsächlich erledigen.

Quelle

Quellen

  • Quelle: Meta / OpenClaw
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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