Suno stellt v6 vor und hat Vereinbarungen mit großen Labels geschlossen. Neues Ziel: Rechte schützen, Künstler an Einnahmen beteiligen und KI‑Musik kontrollierter anbieten.
In Kürze
- Kooperationen mit Believe, Warner Music Group und BMG nach Klagen
- Opt‑in‑Optionen für Künstler und Monetarisierung
- Upload‑Filter, kostenpflichtige Downloads und drei v6‑Varianten
Suno hat soeben Suno v6 vorgestellt — das erste größere KI‑Musikmodell nach einer Reihe von Vergleichen mit Teilen der Musikindustrie. Zu den Partnern gehören Believe (inklusive TuneCore), die Warner Music Group und BMG. Zuvor hatten einige Labels Suno verklagt und dem Unternehmen vorgeworfen, Songs ihrer Künstler ohne Erlaubnis zum Training der KI genutzt zu haben (Aktenzeichen 1:24‑cv‑11611).
Die Vereinbarungen erlauben Suno nach eigenen Angaben, das Modell mit „Songs von hoher Qualität“ weiterzuentwickeln. Teil der Abmachungen sollen Optionen für Künstler sein, der Nutzung ihrer Werke und Stimmen aktiv zuzustimmen (Opt‑in) und daraus Einnahmen zu erzielen. Ob dieses Opt‑in bereits Voraussetzung ist, damit bestimmte Songs überhaupt zum Training verwendet werden, bleibt laut Suno unklar.
Zum Schutz vor Urheberrechtsverletzungen integriert Suno jetzt Upload‑Filter, die eingereichte Dateien auf mögliche Rechteprobleme prüfen. Außerdem ist für den Download erzeugter Songs seit der Einigung mit Warner ein kostenpflichtiger Account erforderlich.
Was Suno v6 konkret anbietet
Suno v6 kommt praktisch in drei Varianten:
- Suno v6: Das neue Flaggschiff, gedacht für Pro‑ und Premium‑Nutzer, das präzisere Resultate liefern soll.
- Suno v6‑wild: Ein experimenteller Modus (ebenfalls Pro/Premium), der kreativere und weniger vorhersehbare Songs erzeugt — eher ein Brainstorming‑Tool für ungewöhnliche Ideen.
- Suno v6‑mini: Eine abgespeckte Version für Nutzer ohne Bezahlabo.
Neu implementierte Funktionen, kurz erklärt:
- Abschnittsweises Editieren per Text‑Prompt: Du kannst mit einer schriftlichen Anweisung gezielt Teile eines bestehenden Songs ändern, während der Rest unangetastet bleibt.
- Mash‑ups aus mehreren Quellen: Auf Anfrage lassen sich Elemente verschiedener Songs kombinieren, inklusive Anweisungen, wie diese zusammenpassen sollen.
- Sampling/Isolieren: Ein Ausschnitt kann markiert und etwa eine Gitarre oder eine Stimme isoliert werden, um daraus Neues zu gestalten.
- Musik nach Stimmung: Du kannst nur eine Stimmung oder Atmosphäre vorgeben — und die KI erzeugt dazu passende Musik.
Die neuen Funktionen wurden von den Autor:innen des Briefings noch nicht selbst getestet; Angaben beruhen auf den Ankündigungen von Suno.
Weiterer Kontext
Ein Bericht der c’t (Ausgabe 3003) zeigt, wie KI‑generierte Musik bereits Streaming‑Plattformen beeinflusst und wie einfach sich KI‑Musiker heute auf Diensten wie Spotify veröffentlichen lassen.
Quellen
- Quelle: Suno / Believe / Warner Music Group / BMG
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




