Spotify und UMG bieten Premium‑Nutzern KI‑Tools für eigene Covers und Remixes bekannter Songs.
In Kürze
- Exklusiv für Spotify‑Premium
- Einnahmenteilung für Urheber
- Künstler entscheiden über Teilnahme
Spotify und Universal Music Group (UMG) haben eine Lizenzvereinbarung geschlossen, mit der Fans künftig per generativer KI eigene Cover und Remixes von bekannten Songs erstellen können. Die Funktion soll als kostenpflichtiges Zusatzangebot exklusiv für Spotify‑Premium‑Abonnenten angeboten werden; Preis und Startdatum stehen noch aus. Für KI‑erzeugte Musik, die auf den Werken teilnehmender Künstler basiert, ist eine Einnahmenteilung vorgesehen.
Was das technisch bedeutet
Generative KI erzeugt automatisch neue Inhalte – in diesem Fall komplette Musikstücke oder alternative Versionen bestehender Songs. Praktisch heißt das: Du könntest bald aus einem Hit eine neue Coverversion oder einen Remix erstellen lassen, ohne selbst musizieren zu müssen.
Wer mitmacht und wer bezahlt wird
Künstler und Rechteinhaber sollen selbst entscheiden, ob sie am Angebot teilnehmen. Spotify und UMG betonen, dass Zahlung und Anerkennung für die Urheber Teil des Modells sind. Konkrete Namen von UMG‑Künstlern, die das Feature unterstützen werden, wurden bislang nicht genannt.
Statements der Beteiligten
Spotify beschreibt das Vorgehen als „upfront agreements, not by asking for forgiveness later” – also Absprachen im Voraus statt nachträglicher Rechtfertigung. UMG‑Chef Sir Lucian Grainge sieht in der Kooperation eine Möglichkeit, die Beziehung zwischen Künstlern und Fans zu vertiefen und zusätzliche Einnahmequellen zu schaffen.
Warum die Vereinbarung rechtlich relevant ist
Andere Anbieter von KI‑Musiktools waren bereits in juristische Auseinandersetzungen verwickelt. Der KI‑Dienst Suno zahlte im November 500 Millionen Dollar an Warner, um einen Streit beizulegen, und steht weiterhin in Verfahren mit UMG und Sony. Udio hat Vergleiche mit Warner und UMG getroffen, verhandelt aber noch mit Sony. Die Spotify‑UMG‑Partnerschaft ist vor diesem Hintergrund ein Versuch, die Nutzung von KI für Musikwerke rechtlich abgesichert anzugehen.
Anlass der Ankündigung
Die Vereinbarung wurde während von Spotifys Investor Day bekannt gegeben. Dort stellte das Unternehmen weitere KI‑Projekte vor:
- ein Tool zur KI‑gestützten Erstellung von Hörbüchern
- neue Funktionen für Podcaster
- eine Desktop‑App, mit der Nutzer persönliche Podcasts per KI produzieren können
- ein System für reservierte Konzerttickets für Top‑Fans
Quellen
- Quelle: Spotify / Universal Music Group
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




