Entwickler legt Code offen: SynthID‑Wasserzeichen von Google teils angreifbar

15.04.2026 | Allgemein, KI

Ein Entwickler legt Code vor, der Googles fast unsichtbares Wasserzeichen SynthID abschwächen oder übertragen könnte.

In Kürze

  • Code und Beschreibung auf GitHub und Medium veröffentlicht
  • Methodik schwächt Wasserzeichen, löscht sie nicht vollständig
  • Google widerspricht; unabhängige Reproduzierbarkeit fehlt

Ein Entwickler mit dem Handle Aloshdenny behauptet, Googles Wasserzeichen-System SynthID teilweise rückentwickelt zu haben — und legt Code sowie eine Beschreibung auf GitHub und in einem Medium‑Post offen. Dort zeigt er, wie sich die bei der Bilderzeugung eingebetteten, nahezu unsichtbaren Wasserzeichen abschwächen oder in andere Bilder übertragen lassen könnten. Seinen Angaben zufolge brauchte er dafür nur rund 200 mit Gemini erzeugte reine Schwarz‑ oder Weißbilder, etwas Signalverarbeitung — und „zu viel Freizeit“. Ein Scherz in seinem Text: ein bisschen Cannabis habe geholfen.

Was ist SynthID?

SynthID ist ein von Google eingesetztes, kaum sichtbares Wasserzeichen, das beim Erstellen von KI‑Bildern in die Pixel eingebettet wird. Google beschreibt das System als schwer zu entfernen, ohne die Bildqualität stark zu beeinträchtigen. SynthID kommt eigenen Angaben zufolge in mehreren Produkten und Modellen zum Einsatz — Beispiele sind die Modelle Nano Banana und Veo 3 sowie KI‑Erzeugnisse auf YouTube.

Wie Aloshdenny vorgeht (vereinfacht)

  • Erzeugung vieler rein schwarzer oder weißer Bilder mit Gemini.
  • Kontrast‑ und Sättigungsanpassungen sowie Rauschreduktion, um versteckte Muster in diesen Bildern sichtbar zu machen.
  • Mittelung dieser Muster, um Stärke und Ausrichtung des Wasserzeichens über verschiedene Bildfrequenzen (Skalen) zu bestimmen.
  • Suche nach den ermittelten Mustern in Zielbildern und partielles Entfernen entlang derselben Ausrichtung, mit dem Ziel, Decoder zu verwirren.

Wichtig: Laut Aloshdenny hat er das Wasserzeichen nicht vollständig gelöscht. Sein Ergebnis sei, dass Decoder derart irritiert werden können, dass sie „aufgeben“. Er bezeichnet SynthID gleichzeitig als „gute Technik“ und schreibt, das System ziele darauf ab, Missbrauch teuer und unpraktisch zu machen — nicht darauf, völlig unknackbar zu sein.

Googles Reaktion

Google widerspricht der Darstellung, SynthID lasse sich systematisch entfernen. Eine Sprecherin sagte gegenüber The Verge, es sei „falsch zu sagen, dieses Tool könne SynthID‑Wasserzeichen systematisch entfernen“ und bezeichnete SynthID als robust und effektiv.

Aktueller Stand

Die Behauptung und der zugehörige Code sind öffentlich dokumentiert. Allerdings liegen bislang keine unabhängigen, reproduzierbaren Nachweise dafür vor, dass sich SynthID zuverlässig und praktisch von beliebigen Nutzern entfernen oder manipulieren lässt.

Quellen

  • Quelle: Google DeepMind / Aloshdenny
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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