Selenskyj: Stellung erstmals nur mit Robotern und Drohnen eingenommen

15.04.2026 | Allgemein, KI

Selenskyj verkündet einen ungewöhnlichen Militäreinsatz: eine Stellung ohne Infanterie allein durch unbemannte Systeme.

In Kürze

  • Sieben Systeme genannt, 22.000 Einsätze in 3 Monaten
  • „Unbemannt“ heißt meist ferngesteuert, nicht vollautonom
  • KI unterstützt Aufklärung, Zielerkennung und Navigation

Präsident Selenskyj hat einen ungewöhnlichen Erfolg verkündet: Die ukrainische Armee habe erstmals eine russische Stellung ausschließlich mit unbemannten Systemen eingenommen — also ohne Infanteristen, nur mit Bodenrobotern und Drohnen. In seiner Ansprache nannte er sieben beteiligte Systeme:

  • Ratel
  • TerMIT
  • Ardal
  • Rys
  • Zmiy
  • Protector
  • Volia

Insgesamt hätten diese Systeme laut Selenskyj in den ersten drei Monaten 2026 mehr als 22.000 Einsätze an der Front absolviert.

Unbemannt heißt nicht gleich autonom

Ein Bericht der US‑Denkfabrik CSIS, gestützt auf Dutzende Interviews mit ukrainischen Militärs und Herstellern, macht deutlich: „unbemannt“ ist nicht gleichbedeutend mit „vollautonom“. Bei früheren Einsätzen — etwa im Dezember 2024 bei Lyptsi — wurden Bodenroboter demnach weiterhin ferngesteuert. Systeme, die selbstständig Ziele erkennen, auswählen und angreifen, sind auf dem Schlachtfeld bislang nicht vorhanden.

Wo KI heute tatsächlich hilft

Künstliche Intelligenz wird demnach punktuell eingesetzt — für Aufklärung, Zielerkennung und Navigation, nicht für den kompletten Angriffsprozess. Ein Beispiel:

  • Die sogenannte Last‑Mile‑Navigation, also autonome Unterstützung beim letzten Anflug auf das Ziel, hebt die Trefferquote von FPV‑Drohnen (Sicht aus Bordkamera) von etwa 10–20 Prozent auf rund 70–80 Prozent. Das reduziert die benötigte Zahl an Drohnen pro Ziel häufig von 8–9 auf 1–2.

Solche Navigationsmodule sind vergleichsweise günstig (angaben zufolge 50–100 US‑Dollar) und bereits serienmäßig verbaut. Das verbreitetste System VGI‑9 kann laut Herstellern bewegliche Ziele bis etwa 80 km/h erfassen. Bei der automatischen Zielerkennung (ATR) hat sich die effektive Reichweite im Gefecht von rund 300 Metern auf durchschnittlich etwa 1 Kilometer erhöht, in günstigen Fällen bis zu 2 Kilometer. KI‑Modelle erkennen Panzer, Artillerie, Fahrzeuge und Infanterie — und sollen auch Täuschungen identifizieren. Ein Beispiel für Hardware ist das Modul ZIR: so klein wie ein Stück Seife, wird es an Drohnen montiert und nutzt mit frei verfügbaren Daten trainierte Software.

2024 beschafften die ukrainischen Streitkräfte erstmals rund 10.000 KI‑verbesserte Drohnen. Im globalen Kontext ist das ein kleiner Anteil — bei einer geschätzten Gesamtproduktion von etwa 2 Millionen Drohnen 2024 — aber es markiert einen Beginn systematischer Beschaffung.

Weitere, weniger sichtbare KI‑Einsätze

KI kommt auch in anderen Bereichen zum Einsatz:

  • Zvook: Das akustische System erkennt Drohnen anhand ihres Klangs bis zu 4,8 km Entfernung und liefert Ergebnisse innerhalb von etwa 12 Sekunden an das Lagebildsystem „Delta“. Pro Station werden Kosten von rund 500 US‑Dollar genannt; die Fehlalarmrate liegt bei etwa 1,6 Prozent und die Abdeckung bei rund 20.000 km².
  • Griselda: Auf dem Feld der Text‑ und Kommunikationsanalyse wertet die Plattform abgefangene russische Funksprüche aus; Herstellerangaben zufolge spart die KI viel manuellen Aufwand bei Transkription und semantischer Auswertung — diese Effizienzangaben sind aber nicht unabhängig verifiziert.

Aufbau der Systeme — und warum das relevant ist

Statt auf große, allgemeine Modelle setzen viele ukrainische Hersteller auf kleine, spezialisierte KI‑Modelle, die mit vergleichsweise kleinen Datensätzen trainiert werden. Diese Modelle laufen auf günstigen Chips direkt an Bord der Drohnen, lassen sich schnell aktualisieren und einfacher verteilen. Verschlüsselte Software gilt als Schutzmaßnahme: Hardware lässt sich leichter kopieren, während verschlüsselte KI‑Software schwieriger zu reverse‑engineeren ist. Die Ausbildung für Bediener autonomer Funktionen ist kurz — laut CSIS zwischen 30 Minuten und einem Tag — und macht die Bedienung durch viele Soldaten möglich.

Grenzen und Risiken

Schwärme, also mehrere Drohnen, die autonom miteinander kommunizieren und koordiniert handeln, sowie echte Autonomie über Luft-, Land‑ und Wasserplattformen bleiben überwiegend experimentell. Bei Angriffen bleibt der Mensch in der Schleife: Bediener können autonome Funktionen jederzeit übersteuern, und die Entscheidung zum Einsatz von Waffengewalt treffen Menschen. KI‑Modelle sind oft wenig transparent, was den Einsatz in lebensbedrohlichen Situationen riskant macht. Technische, rechtliche und ethische Hürden bedeuten, dass vollständige Autonomie derzeit noch ein fernes Szenario ist.

Quellen

Quellen

  • Quelle: Ukrainische Streitkräfte / Center for Strategic and International Studies (CSIS)
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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