Markey fordert Klarheit zu Chatbot-Werbung.
In Kürze
- OpenAI testet Anzeigen
- Bedenken zu Datenschutz und Jugend
- Sieben Firmen müssen bis 12.2. antworten
US-Senator Ed Markey hat sieben große Technologieunternehmen, darunter OpenAI, um ausführliche Auskünfte zu ihren Plänen für Werbung in Chatbots gebeten. Hintergrund ist die Ankündigung von OpenAI, schon in den kommenden Wochen in der Gratisversion von ChatGPT Anzeigen zu testen.
Was OpenAI plant
OpenAI will Anzeigen in der kostenlosen ChatGPT-Version ausprobieren. Diese sollen:
- am Ende von Chat-Verläufen erscheinen,
- als als „sponsored“ gekennzeichnete Produkte oder Dienste, und
- thematisch zum jeweiligen Gespräch passen.
Laut OpenAI sollen minderjährige Nutzer unter 18 Jahren keine Anzeigen sehen, und Werbung soll nicht in Gesprächen über körperliche oder mentale Gesundheit sowie Politik auftauchen.
Markeys Fragen und Sorgen
Markey äußert in seinem Schreiben Bedenken in mehreren Bereichen: Verbraucherschutz, Datenschutz und der Schutz junger Nutzer stehen ganz oben.
Er verweist darauf, dass Nutzer zu Chatbots eine emotionale Bindung aufbauen können, was sie anfälliger für kommerzielle Beeinflussung mache. Zudem zitiert er OpenAIs Aussage, dass gesprächsorientierte Schnittstellen Werbeformate ermöglichen, die über klassische, statische Anzeigen hinausgehen — dadurch könnte Werbung künftig schwerer erkennbar werden.
Datenschutz im Fokus
Der Senator fordert klare Zusagen, dass sensible Informationen nicht für zielgerichtete Werbung verwendet werden. Als Beispiele nennt er:
- persönliche Gedanken,
- Gesundheitsfragen,
- familiäre Probleme und ähnliche Daten.
Markey äußert außerdem Zweifel daran, ob Informationen, die aktuell nicht für Anzeigen genutzt werden, später nicht doch zur Personalisierung herangezogen werden könnten.
An wen das Schreiben ging und was gefordert wird
Neben OpenAI hat Markey auch um Auskunft gebeten von:
- Anthropic,
- Google,
- Meta,
- Microsoft,
- Snap und
- xAI.
Er verlangt Angaben zu den konkreten Plänen für Werbung in Chatbots und zu den Maßnahmen, mit denen die Firmen Nutzer schützen wollen. Antworten erwartet er bis zum 12. Februar.
Quellen
- Quelle: Sen. Ed Markey
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




