Wispr sichert 280 Mio. Serie‑B bei rund 2 Mrd. Bewertung. Geld fließt in Meeting‑Notizen, Expansion und bessere Transkription mit neuem Modell Canto.
In Kürze
- 280 Mio. Serie‑B, Gesamtfinanzierung 361 Mio., Bewertung ~2 Mrd. USD
- Fokus: automatische Meeting‑Notizen; Marktstart in Indien und UK
- Neues Sprachmodell Canto soll Fehlerquote von ~30% auf <10% senken
Wispr sammelt 280 Millionen Dollar – Bewertung bei 2 Milliarden
Wispr, Anbieter eines KI‑basierten Diktier‑Tools, hat in einer Serie‑B‑Finanzierungsrunde 280 Millionen US‑Dollar eingesammelt. Lead‑Investor war Menlo Ventures; die Unternehmensbewertung liegt damit bei rund 2 Milliarden Dollar. Insgesamt hat Wispr nun 361 Millionen Dollar aufgenommen; die letzte Runde datiert weniger als zehn Monate zurück.
Wofür das Geld verwendet werden soll
Das frische Kapital dient dem Wachstum und der Expansion in neue Produktbereiche. Im Fokus steht insbesondere der Schritt in Richtung Meeting‑Notizen: Wispr bewirbt derzeit ein neues Notiz‑Tool, das Besprechungen automatisch mitschreiben und zusammenfassen soll. Das Unternehmen plant zudem, seine Vertriebs‑ und Go‑to‑Market‑Aktivitäten in Regionen wie Indien und Großbritannien auszubauen.
- Meeting‑Notizen: automatisches Mitschreiben und Zusammenfassen von Besprechungen
- Regionale Expansion: Indien
- Regionale Expansion: Großbritannien
Technik‑Update: Sprachmodell Canto
Als Reaktion auf zuletzt gemeldete Qualitätsprobleme bei Wispr Flow hat Wispr ein neues Sprachmodell namens Canto angekündigt. Ziel ist es, die Fehlerquote bei Transkriptionen deutlich zu reduzieren — von derzeit etwa 30 Prozent auf unter 10 Prozent.
Konkret will das Modell falsche Wörter in Abschriften seltener auftreten lassen und so die Genauigkeit verbessern.
Markt, Konkurrenz und Hardware‑Partnerschaften
Der Markt für Diktat‑ und Meeting‑Notiz‑Tools ist hart umkämpft. Genannte Wettbewerber sind unter anderem:
- Willow
- Monologue
- Aqua
- Superwhisper
- Granola
- Fireflies
- Read AI
Gleichzeitig entstehen immer mehr günstigere oder kostenlose Angebote für ambitionierte Privatnutzer.
Wispr kooperiert außerdem mit Hardware‑Herstellern, etwa dem Oasis‑Ring, um Diktieren auch bei leiser Sprache praktikabel zu machen.
Vertrieb, App‑Verfügbarkeit und Investoren
Seit November bietet Wispr eine Android‑App an. Bestehende Investoren haben erneut investiert:
- Notable Capital
- NEA
- Neo Ventures
- 8VC
- MVP Ventures
Zu den neuen Geldgebern zählen:
- Acrew
- Forerunner
- Goodwater
- Peak XV
- Together Fund
- PLUS Capital
Forschung an neuen Schnittstellen
Letzten Monat gründete Wispr das „Wispr Interface Labs“ unter der Leitung von Ariya Rastrow, einer der frühen Mitarbeiterinnen von Amazon Alexa. Das Lab soll neue Formen der Mensch‑Computer‑Interaktion erforschen — also Wege, wie wir mit KI und Geräten kommunizieren können.
Nächste Schritte
Kurzfristig stehen der Rollout von Canto und die Einführung der Meeting‑Notizfunktionen im Fokus. Parallel dazu will Wispr den Markt‑ und Vertriebsaufbau in den neuen Regionen weiter vorantreiben.
Quellen
- Quelle: Wispr
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




