Washington und Peking bereiten erste Regierungsverhandlungen zu KI‑Regeln vor

23.07.2026 | Allgemein, KI

USA und China planen offenbar im September erste offizielle Gespräche über Regeln für Künstliche Intelligenz.

In Kürze

  • Erste staatliche Verhandlungen zu KI‑Regeln stehen an
  • US‑Delegation soll von Scott Bessent geführt werden; China‑Teilnehmer offen
  • Themen: Zugang zu Modellen, Cybersicherheit, Modell‑Distillation

Die USA und China planen offenbar ihre ersten offiziellen Regierungsgespräche über Regeln für Künstliche Intelligenz – Termin im September steht im Raum

Erste Verhandlungen

Die Regierungen der USA und Chinas bereiten nach Angaben von Reuters offenbar für September erste offizielle Verhandlungen über KI-Regeln vor. Das berichtet die Agentur unter Berufung auf fünf mit der Sache vertraute Personen. Konkrete Termine und die Tagesordnung sind demnach noch nicht festgelegt; die Vorbereitungen befinden sich in einem frühen Stadium.

Teilnehmer

Auf US‑Seite soll Finanzminister Scott Bessent die Delegation anführen, wer für China kommen wird, ist bislang offen. Laut Quellen stehen die Gespräche auf einer politischen Ebene, die über reine Branchenkontakte hinausgeht – es geht um staatliche Abstimmung über Risiken und Umgangsregeln.

Hintergrund

Hintergrund sind wachsende Spannungen zwischen den beiden Staaten.

  • Beide Seiten sehen mögliche Gefahren in den KI‑Modellen der jeweils anderen, unter anderem im Bereich Cybersicherheit.
  • Außerdem gibt es Vorwürfe, Entwickler hätten Eigenschaften von Modellen unerlaubt übernommen.
  • Ein konkretes Prüfinteresse der USA betrifft, ob einige chinesische Modelle durch sogenannte „Distillation“ entstanden sind – ein Verfahren, bei dem ein großes Modell zur Ausbildung eines kleineren genutzt wird, um dessen Leistungsmerkmale zu übertragen.

Zentrale Themen

Ein zentrales Thema könnte der Zugang zu Chinas fortgeschrittenen KI‑Modellen sein. Peking hat intern über Einschränkungen diskutiert, die den Zugriff aus dem Ausland begrenzen würden. Washington hat dagegen betont, dass es verhindern will, dass nicht‑staatliche Akteure wie Terroristen oder kriminelle Netzwerke Zugriff auf besonders leistungsfähige Systeme erhalten. Gleichzeitig streben die USA nach gemeinsamen Best Practices und Standards, die Missbrauch erschweren sollen.

Vorgeschichte

Die geplanten Gespräche bauen offenbar auf dem Treffen zwischen Ex‑Präsident Trump und Staatspräsident Xi im Mai auf. Dort hatte Bessent bereits angekündigt, man wolle über „KI‑Leitplanken“ verhandeln. Auf der World AI Conference hatte Xi einen Aufruf zur gemeinsamen Entwicklung von KI und zu globalen Standards formuliert und dabei Zugangssperren aus Gründen der nationalen Sicherheit zumindest indirekt kritisiert.

Status und Ausblick

Konkrete Ergebnisse sind nicht in Sicht: Terminfindung, Teilnehmerliste und die Agenda sind noch offen, und wie tiefgehend die Verhandlungen in technischen oder rechtlichen Detailfragen gehen werden, ist unklar.

  • Terminfindung
  • Teilnehmerliste
  • Agenda

Reuters’ Angaben beruhen auf mehreren namentlich nicht genannten Quellen; offizielle Bestätigungen aus Peking oder Washington lagen zunächst nicht vor.

Quellen

  • Quelle: USA / China
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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