UC Berkeley verbietet generative KI bei den meisten benoteten Jura‑Arbeiten 2026.
In Kürze
- KI nur Recherche
- Prüfungen ohne KI
- Ausnahmen möglich
Ab Sommer 2026: Die juristische Fakultät der UC Berkeley verbietet den Einsatz generativer KI bei fast allen benoteten Arbeiten.
Was die Regel sagt
Studierende dürfen KI nicht zum
- Konzipieren
- Gliedern
- Verfassen
- Überarbeiten
- Übersetzen
- Korrigieren
von Texten verwenden, die zur Benotung eingereicht werden.
Bei Prüfungen ist der Einsatz von KI komplett untersagt.
Erlaubt ist KI ausschließlich zur Recherche — also zum Auffinden von
- Gesetzen
- Urteilen
- oder ähnlichen Materialien
Für die Richtigkeit der gefundenen Angaben sind die Studierenden persönlich verantwortlich.
Warum die Fakultät so handelt
Generative KI‑Tools können Recherche und Textproduktion deutlich beschleunigen. Gleichzeitig bringen sie Risiken mit:
- unbeabsichtigte Fehler
- falsche oder erfundene Quellenangaben
- Verzerrungen (Bias) in den Ergebnissen
Die Fakultät argumentiert, Studierende sollten zunächst grundlegende Denk‑ und Analysefähigkeiten erwerben, bevor KI in benoteten Arbeiten eingesetzt wird.
Worauf Dozierende achten sollen
Einen klaren Hinweis auf unerlaubte KI‑Nutzung sehen Dozierende in nicht existierenden Quellenverweisen.
Die Fakultät erlaubt Lehrenden allerdings, von der Regel abzuweichen, wenn ein Kurs ausdrücklich darauf ausgelegt ist, KI‑Kompetenzen zu vermitteln. In solchen Fällen kann der Einsatz von KI Gegenstand der Leistungsbewertung sein.
Wie weitreichend ist das Verbot?
Die Regel betrifft „fast alle“ benoteten Arbeiten — also
- Hausarbeiten
- Essays
- vergleichbare Prüfungsleistungen
Die reine Nutzung von KI als Hilfsmittel bei der Quellenrecherche bleibt möglich, verlangt aber, dass du die Ergebnisse prüfst und belegst.
Kontext
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der Hochschulen und juristische Fakultäten weltweit darüber debattieren, wie mit generativer KI im Studium und in der Lehre umzugehen ist. Berkeley setzt mit dieser Vorgabe einen klaren Schwerpunkt auf traditionelle Prüf- und Analysekompetenzen, erlaubt aber gleichzeitig Lehrformen, die KI‑Fähigkeiten explizit vermitteln.
Quellen
- Quelle: UC Berkeley School of Law
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




