Uber und Autobrains starten Robotaxi-Pilot in München mit Nvidias Plattform

02.06.2026 | Allgemein, KI

Uber und Autobrains planen in München Robotaxi-Tests mit autonomen Stufe‑4-Fahrzeugen auf Basis von Nvidias Drive‑Hyperion und einem Agenten‑KI-System.

In Kürze
  • Kommerzieller Start abhängig von Genehmigungen
  • Nvidia liefert Basis; Autobrains steuert Agentic AI
  • OEM‑agnostischer Ansatz für serienmäßige Fahrzeuge

Uber und das israelische KI‑Startup Autobrains wollen in München ein Robotaxi‑Programm starten. Die Partnerschaft wurde am Montag auf der Technologiekonferenz GTC in Taipeh angekündigt — ein Schritt, mit dem beide Unternehmen die autonome Mobilität in Europa ausbauen wollen.

Wie die Technik funktioniert

Geplant ist der Einsatz autonomer Fahrzeuge der Stufe 4. Das heißt: Es wird kein Fahrer zur permanenten Überwachung nötig sein; Fahrgäste könnten während der Fahrt schlafen oder Filme schauen. Einschränkung: Stufe‑4‑Fahrzeuge dürfen nur in zuvor definierten Gebieten verkehren, etwa innerhalb bestimmter innerstädtischer Zonen oder auf ausgewählten Autobahnabschnitten.

Als Basis dient Nvidias Drive‑Hyperion‑Plattform. Nvidia liefert also die Hardware‑ und Softwaregrundlage, auf der das autonome System läuft. Autobrains ergänzt das System mit einer sogenannten „Agentic AI“: Statt eines großen, monolithischen KI‑Blocks arbeiten mehrere spezialisierte Agenten parallel — einer kümmert sich um Vorfahrtsregeln, ein anderer überwacht Fußgänger, weitere regeln Spurwechsel. Ein übergeordnetes System trifft in Echtzeit die Entscheidungen.

Was am Ansatz neu ist

Anders als viele bisherige Robotaxi‑Projekte, die stark umgebaute Spezialfahrzeuge mit sichtbaren Sensoraufbauten nutzen, verfolgen Uber und Autobrains einen OEM‑agnostischen Ansatz. Die Software soll sich vergleichsweise einfach in serienmäßige Modelle verschiedener Hersteller integrieren lassen — etwa Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen — sofern diese Nvidias Hyperion‑Plattform verwenden. Ziel ist, aufwändige Einzelumbauten zu vermeiden und Herstellern den Einstieg in ein Robotaxi‑Netz zu erleichtern.

Warum München als Startpunkt?

München wurde als Standort gewählt wegen seiner dichten städtischen Infrastruktur, der Nähe zu großen Automobilkonzernen und weil das deutsche Recht unter bestimmten Voraussetzungen fahrerlose Einsätze erlaubt. Der kommerzielle Start hängt jedoch noch von behördlichen Genehmigungen ab.

Offene Punkte

Bei der Präsentation wurden mehrere Details noch nicht genannt:

  • Welche Fahrzeugmarke wird zuerst eingesetzt?
  • Wer wird die Flotte konkret betreiben?
  • Werden anfangs noch Sicherheitsfahrer an Bord sein?
  • In welchem genauen Gebiet und ab wann sollen die Tests starten?

Strategischer Kontext für Uber

Das Projekt ist Teil von Ubers Europa‑Strategie im Bereich fahrerlose Mobilität. In der Region testet Uber bereits autonome Systeme zusammen mit dem chinesischen Partner Momenta; das Münchner Vorhaben soll die Präsenz des Unternehmens auf dem europäischen Markt weiter ausbauen.

Quellen

  • Quelle: Uber / Autobrains
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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