Gouverneur Abbott stoppt vorerst Zahlungen an Flock – Kritik an KI-Überwachung und hohen Ausgaben wächst.
In Kürze
- Texas gab über 30 Mio. Dollar für Flock-Kameras aus, finanziert per Versicherungsgebühr.
- Kritik an Datenschutz, Datenweitergabe und Zugriff durch Flock-Mitarbeiter.
- Politischer Druck, Vertragskündigungen und Vandalismus gegen Kameras.
Texas hält vorerst die Luft an: Gouverneur Greg Abbott hat staatliche Mittel für weitere Überwachungskameras des Unternehmens Flock eingefroren.
Der Schritt fällt mit wachsender, parteiübergreifender Kritik an den KI-gestützten Geräten zusammen – und kurz vor einer Recherche, die zeigt, dass Texas bereits mehr als 30 Millionen Dollar dafür ausgegeben hat.
Die Zahlen
Die Zahlen, die ein Bericht des Texas Tribune zusammengetragen hat, sind deutlich: Über 30 Millionen Dollar flossen in das Flock-System, finanziert wurde ein Großteil davon über eine zusätzliche Gebühr von einem Dollar auf Versicherungsverträge. Offiziell sollten die Einnahmen helfen, den Diebstahl von Katalysatoren zu bekämpfen; in der Praxis entstanden Fragen zu Zweckbindung und Transparenz.
Worum es geht
Flock bietet Überwachungskameras mit KI-Unterstützung an, die intensiv kritisiert werden. Datenschutzfragen und das Risiko des Missbrauchs stehen im Zentrum der Debatten.
- Weitergabe von Daten
- Aufstellen einzelner Kameras in der Nähe von Spielplätzen
- Mitarbeitende des Unternehmens haben Zugriff auf Videoaufnahmen
- Ungesicherte Videostreams
- Versuche des Unternehmens, Transparenzpflichten zu umgehen
Konkrete Vorfälle
Es gibt bereits konkrete Vorfälle: In mehreren Fällen wurden Polizeibeamte wegen fehlerhafter Nutzung der Flock-Systeme in Untersuchungshaft genommen oder strafrechtlich verfolgt. Mindestens sechs dieser Fälle betrafen Texas. Solche Vorfälle nähren die Sorge, dass Überwachungsdaten falsch eingesetzt oder unrechtmäßig abgerufen werden könnten.
Politische Resonanz
Die politische Resonanz ist quer durch die Parteien spürbar. Abbotts demokratische Herausforderin Gina Hinojosa warf dem Gouverneur vor, die Nutzung der Kameras ausgeweitet zu haben. Auf der anderen Seite postete der republikanische Abgeordnete Keith Self auf Instagram: „From Flock cameras to kill switches, we will NOT surrender our Fourth Amendment rights to the growing surveillance state.“ (Der Fourth Amendment bezieht sich auf den verfassungsrechtlichen Schutz vor unangemessenen Durchsuchungen und Beschlagnahmungen.)
Auch auf kommunaler Ebene gab es Reaktionen: In mehreren US-Städten, darunter auch Orte in Texas, wurden Verträge mit Flock gekündigt. Und online hat sich Protest auf eine drastische Weise niedergeschlagen — das Zerstören von Flock-Kameras ist zu einem verbreiteten Ausdruck des Widerstands geworden.
Entscheidung und Ausblick
Die Entscheidung Abbotts, weitere Ausgaben zunächst zu stoppen, kommt damit in eine Phase zunehmender Aufmerksamkeit für Überwachungstechnologien—und kurz bevor eine Recherche die Kosten für Texas öffentlich machte.
Quellen
- Quelle: Texas Governor Greg Abbott
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




