Auf dem MWC zeigt die Telekom einen netzintegrierten Call‑Assistenten und eine KI‑Brille als Prototyp.
In Kürze
- Call‑Assistent im Telekom‑Netz, nutzbar auch ohne Smartphone
- Funktionen: ‚Hey Magenta‘, Live‑Übersetzungen, Gesprächsprotokolle, Kalendereinträge
- KI‑Brille als Designstudie; Partner, Preis und Verfügbarkeit noch offen
Nächste Woche auf dem Mobile World Congress in Barcelona wird die Deutsche Telekom zwei KI‑Projekte zeigen: einen sprachgesteuerten Assistenten für Telefonate namens „Magenta AI Call Assistant“ und einen funktionierenden Prototypen einer KI‑Brille.
Magenta AI Call Assistant: die KI im Netz
Der geplante Call‑Assistent wird direkt ins Mobilfunknetz der Telekom eingebettet. Das Besondere: KI‑Funktionen sollen dadurch auch für Menschen ohne Smartphone verfügbar werden. Per „Hey Magenta“ lässt sich der Assistent in ein laufendes Telefonat holen. Er soll:
- bei Fragen helfen,
- Live‑Übersetzungen liefern,
- Gespräche protokollieren, und
- automatische Kalendereinträge anlegen.
Wichtig für die Nutzung ist, dass der Anruf im Netz der Telekom gestartet wird; die angerufene Person darf aber in einem anderen deutschen Netz wie Vodafone oder Telefónica sein. Welche Firmen an der Entwicklung beteiligt sind, hat die Telekom bisher nicht genannt; das Unternehmen spricht nur allgemein von Kooperationen mit führenden Firmen aus Europa und den USA.
Mit dem Schritt würde die Telekom weltweit der erste Netzbetreiber werden, der einen solchen Assistenten direkt im Mobilfunknetz anbietet. Andere Anbieter bringen KI‑Funktionen zumeist über eigene Apps oder über Schnittstellen (APIs) zu großen Modellanbietern wie OpenAI, Google oder Anthropic ins Telefon – APIs sind technische Verbindungen, über die Programme auf fremde KI‑Modelle zugreifen.
KI‑Brille als Designstudie
Parallel will die Telekom auf dem Kongress eine KI‑Brille zeigen, die sie als Designstudie bezeichnet und nicht als konkrete Produktankündigung. Die Brille soll Telekoms Software „Magenta AI“ nutzen und über agentische KI‑Fähigkeiten verfügen: die KI kann Aufgaben selbstständig ausführen oder Vorschläge machen, etwa:
- per Sprachbefehl Informationen abrufen,
- Texte übersetzen, oder
- Hinweise zur Umgebung geben.
Konzept und Funktionsumfang ähneln damit bestehenden Smart Glasses von Firmen wie Meta oder Ray‑Ban.
Berichten zufolge könnte an der Brille der chinesische Hersteller RayNeo, eine TCL‑Tochter, beteiligt sein; eine mögliche Basis wäre das Modell RayNeo X3 Pro mit:
- zwei Displays,
- Kamera,
- Mikrofonen, und
- Lautsprechern.
Die Telekom nennt solche Details nicht offiziell.
Offene Fragen
Konkrete Partnernamen, Preise und Angaben zur Verfügbarkeit fehlen bisher. Auf dem Mobile World Congress will die Telekom beide Projekte vorstellen; dann dürften mehr technische Details und mögliche Partnerverträge bekannt werden.
Quellen
- Quelle: Deutsche Telekom
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




