KI-Musikdienst Suno wächst rasant: 2 Mio. zahlende Abos und 300 Mio. USD Jahresumsatz — bei anhaltender Debatte um Urheberrechte.
In Kürze
- 2 Mio. zahlende Abonnenten, rund 300 Mio. USD Jahresumsatz
- Erstellt Songs aus einfachen Sprachbeschreibungen; Platzierungen in Streaming-Charts
- Rechtsstreit, Lizenzdeal mit Warner und Proteste von Künstler:innen
Suno wächst rasant: 2 Millionen zahlende Abonnenten, 300 Mio. Dollar Jahresumsatz
Suno, ein KI-Musikdienst, ist nach Angaben von Gründer und CEO Mikey Shulman auf rund 2 Millionen zahlende Abonnenten angewachsen und erzielt rund 300 Millionen Dollar wiederkehrenden Jahresumsatz. Vor drei Monaten hatte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 250 Millionen Dollar bekanntgegeben, die Suno mit 2,45 Milliarden Dollar bewertete — damals nannte das Unternehmen dem Wall Street Journal noch etwa 200 Millionen Dollar Jahresumsatz. Die neuen Zahlen zeigen, wie schnell der Umsatz in kurzer Zeit gestiegen ist.
Wie Suno funktioniert
Die Plattform erzeugt Songs, wenn Nutzerinnen und Nutzer einfache Sprachbeschreibungen eingeben. Du gibst in normalen Worten an, welche Stimmung, welches Genre oder welche Instrumente du haben willst, und das Modell erstellt daraus fertige Musikstücke. So können auch Menschen ohne musikalische Ausbildung in kurzer Zeit produzierbare Songs erzeugen.
Rechtsstreit und Lizenzabkommen
Die Methode ist umstritten: Kritiker aus der Musikbranche sagen, das KI-Modell sei mit bestehenden Aufnahmen „trainiert“ worden, also habe es Muster aus vorhandener Musik gelernt — ein Punkt, der Urheberrechtsfragen aufwirft und zu Klagen geführt hat. Die Warner Music Group hat ihre Klage gegen Suno inzwischen fallen gelassen und stattdessen einen Lizenzvertrag geschlossen. Dieser Deal erlaubt Suno laut Angaben, Modelle zu starten, die Inhalte aus Warners Katalog nutzen dürfen.
Synthetische Hits und kommerzielle Folgen
Suno-generierte Stücke haben so echt geklungen, dass sie in Streaming-Charts aufgetaucht sind — etwa bei Spotify und in Billboard-Auswertungen. Ein prominentes Beispiel: Telisha Jones aus Mississippi nutzte Suno, um aus eigenen Lyrics den viralen R&B-Song „How Was I Supposed to Know“ zu erstellen; anschließend unterschrieb sie einen Plattenvertrag mit Hallwood Media, der Medienberichten zufolge angeblich rund 3 Millionen Dollar wert sein soll.
Proteste aus der Künstlerszene
Gleichzeitig formiert sich Widerstand in der Branche: Zahlreiche Musikerinnen und Musiker haben sich öffentlich gegen den Einsatz von KI in der Musikproduktion ausgesprochen. Zu den prominenten Stimmen zählen Billie Eilish, Chappell Roan und Katy Perry. Die Debatte dreht sich derzeit gleichermaßen um kreative Fragen, Rechte an Trainingsdaten und die wirtschaftlichen Folgen für Urheber und Labels.
Die Zahlen, die Lizenzvereinbarung mit Warner und die sichtbaren Erfolge von Suno zeigen, wie schnell KI-Werkzeuge in der Musiklandschaft Fuß fassen — und warum die rechtlichen Auseinandersetzungen und öffentlichen Debatten weitergehen.
Quellen
- Quelle: Suno
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




