Samsung, SK Hynix und die Regierung investieren rund 590 Mrd. $ in Südkorea, um HBM‑Kapazitäten, Packaging und F&E auszuweiten.
In Kürze
- 800 Billionen Won für vier neue Fabriken im Südwesten
- 81 Billionen Won für Packaging‑Zentrum; 30 Billionen Won für 15 Jahre F&E
- Starke HBM‑Nachfrage treibt Preise; Entspannung wohl erst 2028
Samsung, SK Hynix und die südkoreanische Regierung investieren gemeinsam rund 590 Milliarden US‑Dollar in den Ausbau der Chipproduktion — Teil eines Programms von Präsident Lee Jae‑myung zur Förderung der regionalen Wirtschaft.
Die Vereinbarung soll vor allem die Kapazitäten für schnellen Arbeitsspeicher und die dazugehörige Fertigung in Südwestkorea kräftig ausbauen.
So ist das Geld geplant
- 800 Billionen Won sind für den Bau von vier neuen Fabriken im Südwesten Südkoreas vorgesehen.
- 81 Billionen Won sollen in ein Packaging‑Zentrum fließen — also ein Werk, das Chips zusammenbaut und die letzten Fertigungsschritte übernimmt.
- 30 Billionen Won sind über 15 Jahre für die Entwicklung der nächsten Chipgenerationen eingeplant.
Warum jetzt? KI‑Rechenzentren ziehen viel Speicher nach
Die Treiber der Investition sind klare Marktzeichen: Die Nachfrage nach Arbeitsspeicher, insbesondere für KI‑Systeme, wächst stark. High‑Bandwidth‑Memory (HBM) — besonders schneller Speicher, der in KI‑Beschleunigern und Rechenzentren eingesetzt wird — ist zentral für diese Systeme. Samsung und SK Hynix kontrollieren zusammen fast 80 Prozent des weltweiten HBM‑Marktes.
Preisentwicklung und Kapazitätsausblick
Analysen von Jefferies (zitiert via wccftech) sehen durch die Engpässe spürbare Preisanstiege: Für Speicher erwarten die Analysten im 3. Quartal 2026 einen Anstieg um 40–50 Prozent, im 4. Quartal nochmals um 30–40 Prozent und 2027 einen weiteren Schritt um rund 40–45 Prozent. Eine Entspannung dürfte laut Prognose erst 2028 einsetzen, wenn voraussichtlich 15–20 Prozent neue Produktionskapazität online gehen.
Was das für dich bedeutet
Steigende Speicherpreise schlagen sich auf die Endprodukte nieder: Höhere Kosten bei Elektronik sind bereits sichtbar — ein Beispiel ist Apples Preiserhöhungen bei Mac und MacBook. Kurzfristig dürften also Geräte mit viel Arbeitsspeicher teurer bleiben, bis zusätzliche Kapazitäten verfügbar sind.
Quellen
Quellen
- Quelle: Samsung / SK Hynix
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




