Oura integriert ein proprietäres KI‑Modell in Oura Labs, das personalisierte Hinweise von Zyklus bis Menopause liefern soll.
In Kürze
- Personalisierte Antworten auf Basis deiner Langzeitdaten
- Biometrie und Forschung verknüpft für kontextbezogene Hinweise
- Läuft auf eigener Infrastruktur; nicht als Ersatz für ärztliche Diagnosen
Oura hat sein erstes eigenes KI‑Modell vorgestellt und damit den Chatbot Oura Advisor in den Experimentierbereich Oura Labs integriert. Das Modell soll Nutzerinnen personalisierte Antworten zur gesamten weiblichen Gesundheits‑ und Reproduktionsspanne liefern — von den ersten Zykluserfahrungen bis zur Menopause.
Was das neue Modell kann
Der Oura Advisor nutzt das proprietäre KI‑Modell, um Fragen zu Zyklus, Schwangerschaft, Perimenopause und verwandten Themen zu beantworten. Antworten sollen nicht allgemein bleiben, sondern persönliche Hinweise geben, die auf den individuellen Daten und Langzeittrends der Nutzerin basieren.
Welche Daten einfließen
Oura verknüpft biometrische Signale — etwa:
- Schlafmuster
- Aktivitätslevel
- Zyklus‑ und Schwangerschaftsdaten
- Stressindikatoren
mit wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Ziel: kontextbezogene Hinweise, die sich an deinen eigenen Messwerten orientieren.
Medizinische Grundlage und Qualitätskontrolle
Die Antworten beruhen laut Oura auf etablierten medizinischen Standards und überprüfter Forschung. Interne Prüfungen erfolgten durch Fachärztinnen und Fachärzte sowie Expertinnen für Frauenheilkunde, heißt es in der Ankündigung.
Tonfall und Grenzen des Chatbots
Das Modell ist darauf ausgelegt, beruhigend und emotional unterstützend zu antworten. Oura betont ausdrücklich, dass der Chatbot nicht dafür gedacht ist, ärztliche Diagnosen zu stellen oder Behandlungspläne zu ersetzen.
Datenschutz und Betrieb
Laut Oura läuft das Modell vollständig auf eigener Infrastruktur. Gesprächsdaten würden nicht verkauft oder weitergegeben, versichert das Unternehmen.
Wer kann es nutzen und wie
Den Oura Advisor findest du in Oura Labs, dem optionalen Experimentier‑Bereich der App. Oura Labs lässt sich über das Drop‑down‑Menü oben links aktivieren.
Warum Oura das macht
Oura verweist darauf, dass viele Menschen KI‑Chatbots für Gesundheitsfragen nutzen und dass frauenspezifische Themen oft komplex sind oder vernachlässigt werden, weshalb allgemeine Modelle Schwierigkeiten haben, sie verantwortungsvoll abzudecken. Zudem wächst laut Dorothy Kilroy, Chief Commercial Officer bei Oura, die Nutzergruppe der Frauen Anfang 20 besonders stark.
Quellen
- Quelle: Oura
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




