OpenAI stellt GPT‑6.1 Terra vor: günstige, schnelle KI für Büroaufgaben.
In Kürze
- Preise deutlich gesenkt
- Für Büro & Automation optimiert
- Weniger Halluzinationen, robust
OpenAI hat ein neues Mittelklasse‑Modell vorgestellt: GPT‑6.1 Terra
Ziel des Modells ist es, Alltagsaufgaben im Büro und die automatisierte Steuerung von Software effizienter zu erledigen. Terra ist ab sofort für Plus‑, Pro‑, Enterprise‑ und Edu‑Nutzer in ChatGPT Work, in Codex und über die API verfügbar.
Was kostet das?
Die API‑Preise wurden gegenüber dem Vorgänger halbiert. Neu sind:
- 1 US‑Dollar pro Million Input‑Tokens und 5 US‑Dollar pro Million Output‑Tokens. (Tokens sind kleine Textbausteine, mit denen API‑Nutzung verrechnet wird.)
- Gecachte Eingaben kosten jetzt 0,05 US‑Dollar pro Million Tokens.
Wofür ist Terra gedacht?
OpenAI positioniert Terra vor allem für typische Büroarbeiten und Workflow‑Automationen: Angebote schreiben, technische Zeichnungen interpretieren, Formulare automatisch ausfüllen oder Software per Skript bzw. Agent steuern. Das Modell zielt darauf ab, solche Aufgaben kostengünstiger und schneller auszuführen als größere, teurere Modelle.
Leistung versus Kosten
Unabhängige Messungen von Artificial Analysis sehen Terra als neuen Referenzpunkt für das Kosten‑/Leistungs‑Verhältnis. Bei hoher Reasoning‑Stufe verbessert Terra den Intelligence‑Index um 6 Punkte gegenüber GPT‑5.6 Terra, während die Kosten pro Aufgabe deutlich sinken (0,40 US‑Dollar statt 1,40 US‑Dollar). In leichteren Effort‑Stufen liegt Terra laut Analyse nahe an der Pareto‑Frontier — also einem guten Kompromiss aus Leistung und Kosten.
Fortschritte beim Programmieren
Auch beim Codieren legt Terra zu: Im Terminal‑Bench 4.0 löst es 50,3 % der Aufgaben, nach 21,5 % beim Vorgänger. Damit erreicht Terra Leistungen in Richtung der teureren Modelle wie GPT‑6.1 Sol. Für sehr komplexe Programmieraufgaben empfiehlt OpenAI weiterhin Spitzenmodelle wie GPT‑6.1 Sol oder GPT‑6 Astra.
Software‑Automatisierung und Tempo
Bei automatischer Computersteuerung erzielt Terra in einigen Tests die Leistungswerte von GPT‑6 Astra — kostet aber nur einen Bruchteil davon und arbeitet laut OpenAI oft deutlich schneller, in Testläufen bis zu dreimal so schnell wie größere Modelle bei ähnlichen Aufgaben.
Visuelles Reasoning und Benchmarks
In Tests fürs visuelle Reasoning und für Desktop‑Agenten (zum Beispiel MMMU‑Pro, OSWorld 2.1) übertrifft Terra durchgängig seinen Vorgänger und nähert sich teureren Modellen an. In vielen Fällen gehen diese Verbesserungen mit deutlich geringeren Kosten einher.
Genauigkeit und Halluzinationen
Ein zentraler Fortschritt: Terra reduziert Halluzinationen. In einem Benchmark wich das Modell nun in 38 % der Fälle von einer Antwort ab, wenn die Informationen fehlten — beim Vorgänger lag dieser Wert bei 88 %. Die allgemeine Genauigkeit stieg leicht (+2 Punkte).
Sicherheit und Robustheit
OpenAI berichtet, dass Terra die „Critical“‑Schwelle im internen Cybersecurity‑Framework erreicht und Schutzmaßnahmen von GPT‑6 Astra übernimmt. In Tests zeigt Terra eine hohe Robustheit gegen direkte Angriffe auf die Instruktionsstruktur. Bei indirekten Prompt‑Injection‑Angriffen — also versteckten, schädlichen Anweisungen in Inhalten — verzeichnet Terra eine Abwehrrate von 98,8 % gegenüber 96,2 % beim Vorgänger.
Quellen
Quellen
- Quelle: OpenAI
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




