Musk klagt gegen OpenAI und fordert 109,4 Mrd. Dollar wegen angeblicher Vertrags- und Treuepflichtverletzung.
In Kürze
- Musk Mitgründer 2015, Ausstieg 2018
- Vorwurf: Abkehr von Gemeinnützigkeit und Vertragsbruch
- Hauptverfahren beginnt April 2025
Elon Musk fordert von OpenAI bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar — und zieht damit einen der größten Rechtsstreite im Bereich Künstliche Intelligenz auf.
Seine Anwälte stützen die Summe auf ein Gutachten, das angebliche Vertragsverstöße und daraus resultierende Schäden beziffert.
Wie alles begann
Musk war 2015 einer der Mitgründer von OpenAI und steuerte damals 38 Millionen US-Dollar bei. Drei Jahre später stieg er aus dem Projekt aus — offiziell wegen möglicher Interessenkonflikte. Seither hat sich aus der einst als gemeinnützige Organisation gestarteten Initiative ein Unternehmen entwickelt, das kommerzielle Produkte und Dienste anbietet.
Die Vorwürfe
In der 2024 eingereichten Klage wirft Musk OpenAI und dessen CEO Sam Altman vor, die ursprüngliche Gemeinnützigkeit zugunsten profitorientierter Strukturen aufgegeben zu haben und damit die Gründungsvereinbarung zu verletzen. Zusätzlich bezeichnet die Klage das Verhalten von OpenAI als Verletzung treuhänderischer Pflichten — also die Pflicht, im Interesse der Organisation zu handeln — sowie als unlauteren Wettbewerb.
- Aufgabe der ursprünglichen Gemeinnützigkeit zu Gunsten profitorientierter Strukturen
- Verletzung treuhänderischer Pflichten
- Unlauterer Wettbewerb
Zahlen hinter der Forderung
Die Forderung in Höhe von bis zu 109,4 Milliarden US-Dollar stammt laut Musk-Anwälten aus einer Expertenschätzung, die die finanziellen Folgen der angeblichen Vertragsverletzungen beziffert. Details zur Berechnung wurden im vorliegenden Material nicht offengelegt.
Musk versus OpenAI — Konkurrenzsituation
Parallel zu dem Rechtsstreit betreibt Musk inzwischen sein eigenes KI-Unternehmen xAI. Dessen Chatbot Grok ist unter anderem auf dem sozialen Netzwerk X (ehemals Twitter) verfügbar, was die Konkurrenzlage zwischen den Projekten zusätzlich betont.
Gerichtlicher Verlauf
Ein Eilantrag von Musk aus dem März 2025, mit dem er die Umstrukturierung von OpenAI stoppen wollte, wurde abgelehnt. Das Gericht hat jedoch das Hauptsacheverfahren zugelassen; der eigentliche Prozess ist für April 2025 angesetzt. Dort soll dann im Detail geklärt werden, ob und inwiefern die Vorwürfe Bestand haben.
Was jetzt ansteht
Im April beginnt das Hauptverfahren, in dem Richterinnen und Richter die vertraglichen Vereinbarungen, die angeblichen Pflichtverletzungen und die Schadensberechnung prüfen werden. Bis dahin bleiben viele Fragen offen — nicht zuletzt zur konkreten Begründung der hohen Forderung und zu den internen Entscheidungen bei OpenAI, die Musk kritisiert.
Quellen
- Quelle: Elon Musk / OpenAI
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




