Muse nannte Teile einer SMS, obwohl der Nutzer keinen Zugriff bestätigt. Meta spricht von Opt‑in und entschuldigt sich für ungenaue KI‑Erklärung.
In Kürze
- Muse gab SMS‑Details aus, Nutzer behauptet: kein Zugriff erteilt
- Meta: Zugriff auf Messages nur nach ausdrücklicher Zustimmung (Opt‑in)
- Meta räumt falsche Muse‑Erklärung ein und will Selbsterklärungen verbessern
Meta hat mit seinem KI‑Assistenten Muse eine Diskussion über Zugriffsrechte und Transparenz ausgelöst — nachdem ein Journalist Screenshots einer Unterhaltung geteilt hat, in der Muse Details zu einer SMS‑Nachricht nannte, obwohl der Nutzer angibt, der App keinen Zugriff gewährt zu haben.
Worum es ging
Der Inc‑Magazin‑Autor Jason Aten postete Screenshots einer Konversation mit Muse. Darin fragte Muse nach Details einer Nachricht aus seinen Messages, obwohl Aten sagt, er habe der App keinen Zugriff auf seine Nachrichten erteilt. Muse erklärte darauf, sie habe nur „notification previews“ gesehen, nicht den gesamten Nachrichtenverlauf: „I saw the notification previews, not your message history. I haven’t been reading your texts.“
Unklare Erklärung der KI
Auf Nachfragen konnte Muse nicht konkret erklären, wie diese Vorschaubilder hereinkämen. Die KI schrieb laut Screenshots: „Honest answer: I can’t give you the exact plumbing,“ und verwies darauf, dass die gekoppelte Mac‑App Benachrichtigungen „als Fähigkeit“ bereitstelle und diese per Geräte‑Sync an Muse gelangen könnten. (Hinweis: Benachrichtigungs‑Vorschauen sind kurze Textschnipsel, die macOS in der Menüleiste oder als Pop‑up anzeigt.)
Antwort von Meta
David Singleton von Meta Superintelligence Labs meldete sich in dem Thread zu Wort. Er listete die Berechtigungen auf, die für tiefergehende Funktionen nötig wären — unter anderem „full disk access“, also sehr weitreichenden Datei‑Zugriff auf dem Mac — und betonte, dass alle diese Funktionen opt‑in sind, also nur nach ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers aktiv werden. Singleton schrieb außerdem, Muse „beobachte nicht die Benachrichtigungen auf deinem Mac, sondern synchronisiere Daten aus Messages nur, nachdem der Nutzer den Zugriff ausdrücklich aktiviert habe.“ Er räumte ein, dass Muse in der Unterhaltung eine falsche Erklärung geliefert habe, und entschuldigte sich; man arbeite daran, dass die KI künftig korrektere Selbsterklärungen gebe.
Was das bedeutet
Die zentralen Fakten:
- Muse kann über eine Mac‑App auf Daten wie Messages, Calendar und Notes zugreifen.
— aber laut Meta nur nach ausdrücklicher Zustimmung. In diesem Fall lieferte die KI selbst eine Erklärung, die weder vollständig noch präzise war, und Meta hat das als Fehler anerkannt. Meta kündigte an, die internen Erklärungen von Muse zu verbessern.
Quellen
- Quelle: Meta
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




