Microsoft vereint die Consumer- und Business‑Copilot-Apps und streicht mehrere Features. Ziel ist eine einfachere, einheitliche Nutzererfahrung; Abschaltungen bis 18.08.2026 geplant.
In Kürze
- Consumer- und Business‑Copilot werden zusammengelegt
- Group Chats, KI‑Podcasts, Copilot Labs, Deep Research und Mico entfallen
- Dateien werden zu OneDrive migriert; Abschaltungen bis 18.08.2026
Microsoft strafft Copilot: Zwei Apps werden eins, mehrere Funktionen fallen weg
Microsoft fasst seine beiden Copilot-Apps zusammen — die für Privatnutzer und die Business-Variante Microsoft 365 Copilot — und streicht gleichzeitig mehrere bisherige Funktionen. Ziel ist laut Konzern ein einfacheres, einheitlicheres Nutzererlebnis. Einige Features sollen spätestens bis zum 18. August 2026 abgeschaltet werden.
Warum Microsoft das macht
Intern räumt Microsoft ein, dass die bisherige Strategie zu komplex war und Copilot so kaum gegen Konkurrenten wie ChatGPT (OpenAI), Claude (Anthropic) oder Gemini (Google) bestehen konnte. Jacob Andreou, zuständig für Copilot, schrieb dem Team zufolge, das Produkt müsse sich „das Recht zu existieren“ verdienen und sich von nicht funktionierenden Features trennen.
Welche Funktionen wegfallen
Microsoft nennt mehrere konkrete Cuts, die Nutzerinnen und Nutzer betreffen:
- Group Chats werden eingestellt.
- KI-generierte Podcasts innerhalb der Copilot-App entfallen.
- Die experimentellen Copilot Labs werden abgeschaltet.
- Die Deep-Research-Funktion wird entfernt. Für zahlende Geschäftskunden soll Researcher zumindest teilweise als Ersatz dienen.
Weitere Änderungen und Migrationen
Die animierte Figur „Mico“ — ein schwebender Blob, der an Clippy erinnert — verschwindet aus der App. Dateien, die in der eigenständigen Copilot-App liegen, werden zu OneDrive migriert. Microsoft weist zudem darauf hin, dass während der Umstellung weitere Funktionen vorübergehend nicht verfügbar sein können.
Ein Schritt im größeren Trend
Der Umbau gehört zu einer breiteren Konsolidierung im KI-App-Bereich: Auch Anthropic, OpenAI und Google haben in den vergangenen Monaten ähnliche Fusionen oder Funktionsintegrationen vorgenommen. Microsoft fasst das Ziel schlicht so zusammen: ein „einfacheres, kohärenteres Erlebnis“ für die Nutzerinnen und Nutzer.
Quellen
- Quelle: Microsoft
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




