Meta schließt Vergleich mit US‑Staaten: Milliardenzahlung und neue Maßnahmen zum Schutz Minderjähriger stehen zur Debatte.
In Kürze
- Mindestens 12,1 Mrd. US$; mögliche Gesamtsumme bis 17,1 Mrd.
- Auflagen wie Scroll‑Limits und unabhängige Aufsicht für Jugendschutz
- Meta bestreitet Schuld; Gericht in Oakland muss den Deal genehmigen
Meta hat einen umfangreichen Vergleich mit 29 US‑Bundesstaaten und weiteren Klägern geschlossen, der die bundesweiten Verfahren vorerst beenden soll. Die Vereinbarung muss noch von einem Bundesgericht in Oakland (nördliches Kalifornien) abgesegnet werden.
Worum es bei dem Vergleich konkret geht
Meta zahlt mindestens 12,1 Milliarden US‑Dollar. Sollte es zusätzliche Vergleiche mit anderen großen Plattformen geben, könnte die Gesamtsumme laut Angaben der Staaten auf bis zu 17,1 Milliarden Dollar (etwa 14,7 Milliarden Euro) steigen.
Teil des Deals sind außerdem Verpflichtungen, die den Schutz von Minderjährigen verbessern sollen:
- technische Limitierungen etwa bei der Scroll‑Dauer
- Einrichtung einer unabhängigen Stelle, die die Einhaltung der Maßnahmen überwacht
Kein Schuldeingeständnis
Meta weist die Vorwürfe weiterhin zurück; laut Unternehmen stellt der Vergleich kein Schuldeingeständnis dar. Die Vereinbarung folgt auf zwei frühere Gerichtsurteile in Los Angeles und New Mexico, in denen Meta bereits schuldig gesprochen wurde.
Was die Kläger:innen Meta vorwerfen
- Die Klagen von Oktober 2023 werfen Meta vor, seine Plattformen so zu gestalten, dass Jugendliche abhängig werden und dadurch Schaden nehmen.
- Zudem heißt es, Meta habe ohne elterliche Zustimmung Daten von Minderjährigen gesammelt und diese Daten verwendet, um KI‑Systeme zu trainieren.
Kurz gesagt: Die gesammelten Daten sollen Algorithmen helfen, Muster zu erkennen und künftig Inhalte zielgerichteter vorzuschlagen.
Rechtslage und Verfahren
Meta hatte versucht, mehrere Klagen mit dem Hinweis auf Haftungsprivilegien für Plattformbetreiber abzuwehren; ein Berufungsgericht hat diesen Einwand zurückgewiesen. Parallel zu den staatlichen Klagen laufen zahlreiche weitere Verfahren von Einzelpersonen und Schulbehörden gegen Meta und andere Social‑Media‑Konzerne.
Einordnung der Summen
Die Kläger:innen hatten ursprünglich deutlich höhere Forderungen angemeldet — in der Spitze bis zu 1,4 Billionen US‑Dollar. Vor diesem Hintergrund fällt der jetzt vereinbarte Betrag deutlich geringer aus, bleibt aber eine der größten Entschädigungszahlungen im Tech‑Sektor.
Was als Nächstes passiert
Der Vergleich muss noch vom Bundesgericht in Oakland genehmigt werden. Danach wird die unabhängige Aufsicht darüber wachen müssen, ob Meta die zugesagten Schutzmaßnahmen für Minderjährige umsetzt und einhält.
Quellen
- Quelle: Meta
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




