LinkedIn meldet viele KI‑Texte und hat eine Meldefunktion eingeführt.
In Kürze
- Über 40% längerer Beiträge wirken KI‑generiert
- Rund 1 Mio Meldungen eingegangen
- Als KI‑Slop eingestufte Posts verlieren rund 40% Reichweite
Automatisch erzeugte Texte sind auf LinkedIn deutlich häufiger als man denkt.
Eine interne Auswertung vom vergangenen Monat ergab: Mehr als 40 Prozent der längeren Beiträge scheinen vollständig von KI erstellt zu sein — LinkedIn bezeichnet solche Inhalte intern als „KI‑Slop“.
Nutzer haben rund eine Million Beiträge als KI‑verdächtig gemeldet.
LinkedIn‑Produktchef Hari Srinivasan machte diese Zahl öffentlich und kündigte an, mögliche weitere Maßnahmen zu prüfen. Gleichzeitig hat die Plattform eine Meldefunktion eingeführt: Über die drei Punkte neben einem Beitrag kannst du ihn melden, wenn er nach KI aussieht.
Bei der Erkennung setzt LinkedIn unter anderem auf die Software Pangram, die prüfen soll, ob ein Text von einer KI stammt. Srinivasan machte keine detaillierten Angaben dazu, welche Schritte nach einer Meldung folgen; er sagte aber, dass Beiträge, die als „KI‑Slop“ eingestuft wurden, zuletzt etwa 40 Prozent weniger Reichweite erhielten — sie wurden also seltener anderen Nutzern angezeigt. LinkedIn erwägt außerdem, Autorinnen und Autoren künftig zu benachrichtigen, wenn ihre Beiträge gemeldet wurden, um ihnen Rückmeldung zu geben.
Warum sind so viele KI‑Beiträge unterwegs?
Viele LinkedIn‑Posts drehen sich um berufliche Kompetenz, Management oder persönliche Markenbildung — Themen, die sich relativ leicht in einem professionellen Tonfall mit Textgeneratoren erstellen lassen. Das erklärt, warum automatische Tools auf der Plattform stark genutzt werden.
Zur Einordnung der Zahlen:
- LinkedIn hat rund 1,3 Milliarden Nutzende;
- schätzungsweise posten etwa 3 Millionen Menschen pro Woche;
- würde jede Person einmal pro Woche posten, kämen in drei Wochen etwa 9 Millionen Beiträge zusammen.
Die gemeldete Million KI‑Verdachtsfälle innerhalb eines vergleichbaren Zeitraums ist demnach relevant, aber nicht die gesamte Menge an Inhalten.
Kurz und praktisch:
Du kannst jetzt Beiträge melden, die dir wie KI‑Erzeugnisse vorkommen; LinkedIn prüft Meldungen und drosselt offenbar bereits die Sichtbarkeit als Folge einer Einstufung als „KI‑Slop“.
Quellen
- Quelle: LinkedIn
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




