Instagram kennzeichnet KI‑Profile; nicht markierte Accounts verlieren Reichweite.
- „AI‑generated profile“ ersetzt „AI creator“
- Ungekennzeichnete Konten werden in Reichweite beschränkt
- Betroffene können Label aktivieren oder Einspruch einlegen
Instagram macht jetzt offiziell sichtbar, welche Profile von Künstlicher Intelligenz erstellt oder gesteuert werden: Das bisherige Label „AI creator“ wurde durch „AI‑generated profile“ ersetzt.
Hintergrund ist laut Plattform, dass viele Nutzerinnen und Nutzer offenbar nicht mehr zuverlässig zwischen echten Accounts und KI‑gesteuerten Profilen unterscheiden können.
Was das Label bedeutet
„AI‑generated profile“ kennzeichnet Accounts, die ganz oder teilweise von KI‑Systemen erzeugt oder kontrolliert werden.
Instagram kündigt an, Profile ohne dieses Kennzeichen in ihrer Reichweite zu beschränken und aus Empfehlungsmechanismen herauszunehmen. Ziel ist offenbar, die Sichtbarkeit von nicht gekennzeichneten KI‑Accounts zu reduzieren.
Wie Betroffene reagieren können
Wer von der neuen Regelung betroffen ist, hat zwei Optionen:
- das Kennzeichen im Bereich „Account Status“ aktivieren
- gegen eine Einstufung Einspruch einlegen
Falls du KI nur als kreatives Hilfsmittel nutzt — zum Beispiel zur Bild‑ oder Textbearbeitung — brauchst du das Label nicht zu setzen.
Nutzer, die das Label freiwillig anbringen, sollen ihre Reichweite behalten.
Der weitere Kontext
Social‑Media‑Plattformen sehen sich einer starken Zunahme KI‑generierter Inhalte gegenüber.
- Eine Studie nennt als Anhaltspunkt, dass bereits rund 21 % der YouTube‑Shorts KI‑generiert sind
- LinkedIn ist stark betroffen
- etwa 35 % aller neuen Websites enthalten ganz oder teilweise KI‑Texte
Meta hatte Ende 2024 versucht, eine „Ko‑Existenz“ von KI‑erstellten Profilen und echten Nutzerkonten zu testen und offiziell entwickelte KI‑Charaktere auszuprobieren — diese Versuche blieben jedoch ohne Erfolg.
Quellen
- Quelle: Instagram
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




