Indien verschärft Regeln für KI-Deepfakes – Plattformen vor neuen Pflichten

11.02.2026 | Allgemein, KI

Indien verlangt Kennzeichnung, Herkunftsdaten und schnelle Löschungen für synthetische Audio‑/Video‑Inhalte.

In Kürze

  • Kennzeichnungspflicht und Herkunftsangaben
  • 2–3‑Stunden‑Löschfristen
  • Risiko für Safe‑Harbor und Datenschutz

Indien verschärft die Regeln für KI-gestützte Audio- und Video-Fakes – und das hat Folgen weit über das Land hinaus.

Ab dem 20. Februar müssen Plattformen wie Meta, YouTube oder X künstlich erzeugte Audio- und Video-Inhalte klar kennzeichnen, Herkunftsdaten bereitstellen und schneller löschen können. Warum das wichtig ist? Indien hat mehr als eine Milliarde Internetnutzerinnen und -nutzer – was hier gilt, beeinflusst oft globale Moderationspraktiken.

Was genau ändert sich

  • Kennzeichnung und Herkunft: Wenn Audio- oder Video-Uploads synthetisch erstellt sind, müssen Plattformen das sichtbar machen und mit nachverfolgbaren Herkunftsdaten versehen.
  • Prüfung der Nutzerangaben: Angaben von Nutzerinnen und Nutzern zu synthetischen Inhalten müssen geprüft werden; Plattformen sollen Werkzeuge dafür einsetzen.
  • Sehr kurze Löschfristen: Behörden-Takedown-Anordnungen sind innerhalb von drei Stunden umzusetzen, für besonders dringende Nutzerbeschwerden gilt eine Frist von zwei Stunden.
  • Verbote: Bestimmte KI-Formate sind explizit untersagt – etwa täuschende Nachahmungen anderer Personen (Imitationen), nicht-einvernehmliche intime Bilder und Inhalte, die mit schweren Straftaten in Verbindung stehen.
  • Automatisierung: Die Regeln setzen stark auf automatische Systeme, damit Inhalte erkannt, gekennzeichnet und schon beim Entstehen gebremst werden können.

Rechtliche Folgen und Risiken

  • Safe-Harbor in Gefahr: Plattformen droht der Verlust von Haftungsfreiberechten, wenn sie nicht schnell oder korrekt reagieren.
  • Prüfungsdruck: Viele Expertinnen warnen, dass Drei-Stunden-Fristen menschliche Prüfungen praktisch unmöglich machen. Das könnte Plattformen dazu bringen, vermehrt automatisiert zu sperren oder zu löschen.
  • Datenschutzbedenken: Es gibt auch Kritik daran, dass Plattformen ohne richterliche Kontrolle Identitätsdaten von Nutzenden an private Beschwerdeführer weitergeben dürfen.

Stimmen aus Branche, Recht und Zivilgesellschaft

  • Befürworterinnen sehen in den Regeln ein gezieltes Regelwerk gegen KI-Deepfakes, um Schaden zu begrenzen.
  • Rechtsexpertinnen betonen, die extrem kurzen Fristen könnten etablierte Prinzipien der Meinungsfreiheit beeinträchtigen.
  • Digitale Bürgerrechtsgruppen warnen vor einem erhöhten Zensurrisiko durch die Fristen und die ausgeweiteten Verbote.
  • Branchenvertreter bemängeln, die Konsultation zur Regeländerung sei begrenzt gewesen; viele ihrer Hinweise seien nicht übernommen worden.

Kontext und Timing

Die Änderung baut auf den 2021 eingeführten IT-Regeln auf und folgt auf frühere Konflikte zwischen Plattformen und der indischen Regierung, etwa um Löschanordnungen gegenüber X. Die Inkraftsetzung am 20. Februar fällt gleichzeitig mit dem AI Impact Summit in New Delhi (16.–20. Februar) – ein Zeitpunkt, an dem viele Entscheidungsträger und Firmenvertreter vor Ort sind.

Was das für dich bedeutet

Plattformen werden in Indien strenger moderieren und schneller löschen müssen; Unternehmen mit globalen Moderationssystemen könnten diese Praktiken weltweit anwenden. Für dich heißt das: Bei manchen Audio- und Videoinhalten wirst du künftig deutlichere Hinweise zur Herkunft sehen — oder im Zweifel schneller Sperrungen erleben, wenn automatische Systeme eingreifen. Und ja: Es bleibt technisch anspruchsvoll, zwischen schadenstiftenden Fälschungen und legitimen Inhalten zuverlässig zu unterscheiden.

Quellen

  • Quelle: Indian IT ministry
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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Dieser Artikel wurde vollständig mit KI generiert und ist Teil des Projektes KI News Daily der Pickert GmbH.

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