Google: KI wird für Cyberangriffe eingesetzt.
In Kürze
- Erstmals KI fand Zero‑Day
- China, Nordkorea, Russland nutzen KI
- Angreifer manipulieren KI‑Komponenten
Google: Angreifer setzen KI jetzt systematisch für Cyberangriffe ein
Googles Threat Intelligence Group (GTIG) berichtet, dass Kriminelle und staatliche Akteure Künstliche Intelligenz in großem Stil nutzen. Zum ersten Mal habe man einen Angreifer identifiziert, der mithilfe von KI eine bisher unbekannte Sicherheitslücke (ein sogenannter „Zero‑Day“ – eine Schwachstelle, die vorher niemand kannte) gefunden und für einen Angriff ausgenutzt habe. Google zufolge konnte der geplante Massenangriff gestoppt werden.
Staatliche Akteure
Staatliche Akteure aus China und Nordkorea setzen KI gezielt zur Suche nach Schwachstellen ein. Ein konkretes Beispiel ist das GitHub‑Projekt „wooyun‑legacy“: ein Plugin für das KI‑Modell Claude, das mehr als 85.000 reale Schwachstellenfälle der chinesischen Plattform WooYun enthält und damit KI‑Modelle bei der Code‑Analyse unterstützt. Ein Plugin ist dabei Zusatzsoftware, die einem Modell neue Funktionen gibt.
Russlandnahe Gruppen
Auch russlandnahe Gruppen nutzen KI‑Methoden, etwa um Schadcode zu verschleiern. Die Android‑Malware PROMPTSPY greift laut GTIG auf die sogenannte Gemini‑API zurück — eine Schnittstelle, über die Programme KI‑Funktionen ansprechen — und kann so Geräte autonom steuern.
Kriminelle Organisationen und die KI‑Lieferkette
Kriminelle Organisationen wie „TeamPCP“ zielen laut Bericht auf die KI‑Lieferkette: Bibliotheken und Open‑Source‑Pakete, die in vielen KI‑Systemen stecken. Durch Manipulation dieser Komponenten lassen sich potenziell deutlich größere Schäden anrichten, weil viele Systeme dieselben Bausteine verwenden.
Gegenmaßnahmen von Google
Zur Abwehr setzt Google ebenfalls KI ein. Genannt werden interne Werkzeuge wie:
- Big Sleep
- CodeMender
mit denen Schwachstellen und bösartige Aktivitäten analysiert beziehungsweise behoben werden sollen. Den vollständigen Bericht hat Google auf der Plattform Google Cloud veröffentlicht.
Quellen
- Quelle: Google
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




