Google legt WebMCP vor — KI‑Agenten sollen direkt mit Webseiten arbeiten

14.02.2026 | Allgemein, KI

Google präsentiert WebMCP: eine Web‑Schnittstelle, damit KI‑Agenten zuverlässig mit Seiten interagieren können.

In Kürze

  • Standardisierte API fürs Web: deklarativ (Formulare) und imperativ (JS)
  • Frühe Entwickler‑Vorschau, mögliche Chrome‑/Gemini‑Integration
  • Prompt‑Injection bleibt Aufgabe des Agenten — Sicherheitsrisiko für Betreiber

Google legt WebMCP vor — eine Schnittstelle, damit KI‑Agenten direkt mit Webseiten arbeiten können, statt sich durch HTML und Skripte zu hangeln. Die Technik basiert auf dem Model Context Protocol (MCP) und soll Web‑Seiten strukturierte, zuverlässige Interaktionen mit externen Agenten ermöglichen.

Was ist WebMCP?

WebMCP ist Googles Umsetzung des MCP für das Web: ein Protokoll, das Agenten standardisierte Informationen liefert und Aktionen auf Webseiten ausführt. Ziel ist, dass virtuelle Assistenten zuverlässig Aufgaben erledigen — etwa Flüge buchen, Support‑Tickets anlegen oder Produkte suchen — ohne erst den Seitenaufbau parsen zu müssen.

Wie funktioniert das praktisch?

WebMCP bietet zwei Ebenen:

  • eine deklarative API: sie nutzt HTML‑Formulare für einfache, standardisierte Aktionen — also Eingabefelder und Buttons, die Agenten verstehen können, ohne komplexe Logik zu interpretieren;
  • eine imperative API: sie erlaubt komplexere Abläufe per JavaScript, wenn dynamische oder mehrstufige Prozesse nötig sind.

Damit sollen Agenten schneller und stabiler mit Diensten interagieren können.

Verfügbarkeit und mögliche Integration

Aktuell ist WebMCP als frühe Entwickler‑Vorschau über Googles Early‑Preview‑Programm zugänglich. Google könnte die Schnittstelle später in Chrome und seinen KI‑Diensten wie Gemini integrieren, sodass Browser‑Agenten direkt auf Websites eingreifen — zum Beispiel für automatisierte Einkäufe oder Reisebuchungen.

Sicherheit — wer ist verantwortlich?

Zum Thema Prompt‑Injection (also Manipulationsversuche durch eingeschleuste Anweisungen) äußerte sich Googles Entwickler André Cipriani Bandarra: Die Schnittstelle selbst trage nicht die Verantwortung für den Schutz dagegen; diese liege beim jeweiligen Agenten. Sein Kommentar dazu war ironisch knapp: „Viel Glück damit.“ Damit bleibt die Abwehr solcher Angriffe Sache der Agenten‑Implementierung.

Kontext: kein Alleingang

Microsoft arbeitet parallel an ähnlichen Ideen: NLWeb, eine Open‑Source‑Lösung aus Mitte 2025, fügt Webseiten eine natürliche Sprachschnittstelle hinzu und kann als MCP‑Server fungieren. Microsoft sieht NLWeb als mögliche Grundlage für ein stärker agentisch gesteuertes Web — ein Konzept, das manche mit der Rolle von HTML im klassischen Web vergleichen.

Auswirkungen für Webseitenbetreiber

Wenn Agenten eigenständig Produktsuche, Preisvergleiche, Inhalte oder Buchungen übernehmen, kommen Nutzer:innen womöglich seltener direkt auf die Seite. Für Betreiber kann das weniger Werbeeinnahmen, weniger direkten Kundenkontakt und weniger Gelegenheiten bedeuten, Besucher:innen mit eigenen Angeboten zu überzeugen — das Web könnte vermehrt zur unsichtbaren Infrastruktur im Hintergrund werden.

Quellen

  • Quelle: Google
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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