Google bestellt über drei Millionen TPUs bei Intel — TSMC‑Engpass treibt Umdenken

09.06.2026 | Allgemein, KI

Google soll mehr als drei Millionen TPUs bei Intel für 2028 geordert haben — Signal für Verlagerungen in der KI‑Chipfertigung.

In Kürze

  • Google bestellt TPUs bei Intel für 2028
  • TSMC kann die Nachfrage kaum decken, Firmen suchen Alternativen
  • Nvidia testet Intel, SK Hynix prüft Packaging; Intel‑Aktie zieht an

Google hat laut einem Bericht von The Information bei Intel die Fertigung von mehr als drei Millionen KI‑Chips bestellt — vorgesehen für 2028. Bei diesen Chips handelt es sich um TPUs, also spezialisierte Prozessoren von Google, die für große KI‑Rechenaufgaben optimiert sind.

Hinter dem Auftrag steht ein strukturelles Problem: TSMC, bisher der dominante Auftragsfertiger für KI‑Hardware, kommt mit der enormen Nachfrage nicht mehr hinterher. Deshalb schauen große Design‑Firmen nach Alternativen — und Intel steht im Rampenlicht als möglicher zusätzlicher Fertigungspartner.

Auch Nvidia prüft offenbar Intel als Option. Laut The Information testet Nvidia Intels Fertigungsverfahren für die kommende Feynman‑GPU‑Architektur, hat aber noch keinen finalen Fertigungsauftrag an Intel vergeben. GPUs (graphics processing units) sind für komplexe, parallele Berechnungen wichtig — gerade bei KI‑Workloads.

Der Speicherhersteller SK Hynix untersucht derweil, ob seine Chips mit Intels Packaging‑Technik kompatibel sind. Packaging bezeichnet das Zusammenbauen und Verbinden einzelner Chip‑Bauteile zu fertigen Modulen; eine Unterstützung durch SK Hynix würde Intels technische Glaubwürdigkeit gegenüber weiteren Chip‑Designern stärken.

Intel selbst hat in der Foundry‑Sparte lange mit Verlusten und Verzögerungen zu kämpfen gehabt. Die aktuellen Engpässe bei TSMC bieten dem Unternehmen nun eine seltene Chance, Aufträge ins Haus zu holen — wenn Fertigung und Lieferketten mitspielen.

TSMC‑Chef C. C. Wei warnte am Donnerstag, dass die weltweite Chipversorgung die KI‑getriebene Nachfrage über Jahre hinweg nicht decken könne. Dieser Engpass erklärt, warum Kunden verstärkt alternative Fertiger prüfen.

Die Märkte reagierten deutlich: Nach dem Bericht legte Intels Aktienkurs um mehr als zehn Prozent zu. The Information nennt die Details; offizielle Bestätigungen der beteiligten Firmen lagen zunächst nicht vor.

Quellen

  • Quelle: Google / Nvidia / Intel / TSMC
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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