FTC fordert schnelle Löschung intimer Bilder und KI‑Deepfakes binnen 48 Stunden; Meldeportal und Strafen sollen Durchsetzung sichern.
In Kürze
- Intime Bilder und Deepfakes binnen 48 Stunden löschen
- Meldeportal und Nachweispflicht für Anbieter
- Strafen bis 53.088 USD, Kritik wegen Zensurrisiko
Künftig müssen Online‑Plattformen intime Fotos und Videos, die ohne Zustimmung verbreitet wurden, binnen 48 Stunden löschen — das hat die US‑Handelsbehörde FTC nun durchgesetzt.
Die Regel gilt ausdrücklich auch für Deepfakes, also mit KI erzeugte Fälschungen von Bildern oder Videos.
Fristen und Strafen
- Plattformen hatten ein Jahr Zeit, Beschwerde‑ und Löschprozesse einzurichten.
- Geht ein gültiger Löschantrag ein, müssen der beanstandete Inhalt und alle identischen Kopien innerhalb der Frist entfernt werden.
- Kommen Anbieter dieser Pflicht nicht nach, drohen zivilrechtliche Strafen von bis zu 53.088 US‑Dollar pro Verstoß.
Meldeportal und Nachweispflicht
Die FTC hat ein zentrales Meldeportal eingerichtet: Nutzerinnen und Nutzer können dort Fälle melden, wenn ein Anbieter nicht rechtzeitig löscht oder gar keinen Löschprozess anbietet.
Die Behörde verlangt außerdem, dass Plattformen nachweisen können, dass sie die Regeln einhalten, und es den Betroffenen leicht machen, den Status ihrer Anträge zu verfolgen.
Kritik
- Kritik kommt von Bürgerrechtsorganisationen wie der Electronic Frontier Foundation.
- Sie bemängeln, dass die Regelung Ausnahmen für Satire oder Inhalte von öffentlichem Interesse nicht ausreichend berücksichtigt und sehen darin ein mögliches Zensurrisiko.
- Zudem hatte Präsident Trump laut eigener Aussage angekündigt, das Gesetz gegebenenfalls auch für sich selbst nutzen zu wollen.
Quellen
- Quelle: Federal Trade Commission (FTC)
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




