Fake-„Arthur“ auf Threads: Rentnerin wird Opfer von Love-Scam

21.02.2026 | Allgemein, KI

Ein harmloses ‚Hallo‘ auf Threads führte zu einer monatelangen Online-Beziehung — am Ende stand der Verdacht auf Betrug.

In Kürze

  • Rentnerin schrieb wochenlang mit falschem ‚Arthur‘
  • Love-Scams verursachen Millionenverluste, Fälle steigen
  • KI erleichtert Erstellung gefälschter Profile und Nachrichten

Ein harmloses „Hallo“ auf Threads wurde für eine Rentnerin aus dem Landkreis Karlsruhe der Beginn einer monatelangen Online-Beziehung — und am Ende einer unangenehmen Erkenntnis.

Wie der Kontakt begann

Sie antwortete neugierig auf die Begrüßung und schrieb daraufhin wochenlang täglich mit einem Mann, der sich als Bauingenieur „Arthur“ ausgab. Er präsentierte sich als halb Deutscher, halb Engländer, erwähnte eine Tochter und schickte Fotos von sich, von der vermeintlichen Tochter und von Baustellen.

Zuerst wirkten die Nachrichten plausibel, bis Stil und Anrede plötzlich wechselten und bei den Bildern Widersprüche auffielen. In einem Foto wirkte er deutlich ins Baustellenmotiv hineingekopiert.

Misstrauisch beendete die Frau den Kontakt — bleibt aber seelisch belastet. Der betreffende Account wurde privat gestellt, das Profilbild ersetzt, der zuletzt angegebene Aufenthaltsort lautet nicht Istanbul, sondern Ghana; der Name des Accounts wurde nach Angaben der Frau seit 2018 mehrfach geändert (sechsmal).

Was Love-Scamming ist

Bei Love-Scamming bauen Betrüger:innen gefälschte Profile in sozialen Netzwerken auf, erzählen dramatische oder attraktive Lebensgeschichten und gewinnen damit Vertrauen.

Das Muster ist weitgehend gleich:

  1. Zunächst entsteht eine emotionale Bindung.
  2. Später werden angebliche Probleme geschildert.
  3. Und schließlich werden Geldforderungen gestellt.

Wie verbreitet das Problem ist

Die Fälle nehmen zu: Das Landeskriminalamt (LKA) Stuttgart verzeichnet im Südwesten seit Jahren wachsende Zahlen, inzwischen „knapp vierstellig“.

Finanzielle Schäden sind erheblich — Betroffene überwiesen in den letzten zwölf Monaten rund 14 Millionen Euro, 2024 waren es laut LKA etwa 18 Millionen Euro.

Eine Visa-Umfrage im Sommer 2024 ergab, dass drei von fünf Menschen die Masche kennen; jeder siebte Befragte gab an, bereits Ziel eines Liebesbetrugs gewesen zu sein. Expert:innen vom Fraunhofer-Institut schätzen, dass auf Flirt- und Partnerschaftsportalen solche Scams einen niedrigen zweistelligen Prozentanteil ausmachen.

International hat sich eine organisierte „Love-Scam-Industrie“ etabliert, mit vermehrten Aktivitäten aus Ländern in Südostasien, Ghana oder Nigeria.

Welche Rolle Künstliche Intelligenz spielt

Künstliche Intelligenz erleichtert den Betrug deutlich:

  • Bilder für Fake-Profile lassen sich mit KI erzeugen oder manipulieren.
  • Sprachmodelle wie ChatGPT können Liebesnachrichten oder ganze Dialoge formulieren.
  • Übersetzungsprogramme sorgen für sprachlich saubere Nachrichten in vielen Sprachen.

Für Laien wird es dadurch schwerer, echte von gefälschten Bildern und Unterhaltungen zu unterscheiden.

Warnungen und Hintergründe

Polizei und Verbraucherzentrale warnen regelmäßig vor dieser Betrugsform. Neben technischen Hilfsmitteln spielt die menschliche Komponente eine große Rolle: Einsamkeit und das Bedürfnis nach Nähe machen viele Menschen anfällig.

Scammer bauen oft so viel Vertrauen auf, dass sie im Alltag ihrer Opfer eine wichtige Rolle übernehmen — bevor Geldforderungen auftauchen.

Das Beispiel aus Karlsruhe steht nicht allein: Es zeigt, wie geschickt persönliche Geschichten und digitale Werkzeuge kombiniert werden, und weshalb Behörden und Verbraucherschützer immer wieder vor dieser Masche warnen.

Quellen

  • Quelle: Landeskriminalamt Stuttgart
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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