Deloitte‑Folie: KI‑Agenten setzen das Stundenhonorar unter Druck.
In Kürze
- KI‑Agenten übernehmen Aufgaben
- Stundenmodell schrumpft
- Festpreise & Abos statt Stunde
Bei einer internen Town‑Hall von Deloitte wurde deutlich, wie stark Künstliche Intelligenz das klassische Beratungsmodell ins Wanken bringt. In einer Präsentation, die das Wall Street Journal zitiert, zeigte eine Führungskraft eine Prognose: Bis 2035 sollen stundenbasierte Beratungsleistungen deutlich schrumpfen, während KI‑Agenten große Teile des wachsenden Marktes übernehmen.
Was sind KI‑Agenten?
Kurz gesagt: Programme, die Aufgaben weitgehend selbstständig ausführen —
- Datenauswertung
- Entwürfe
- operative Abläufe
Laut der Folie in der Präsentation wachsen solche Agenten stark, während das bisherige Stundenmodell an Bedeutung verliert.
Intern stieß die Darstellung auf Verunsicherung. Ein Berater brachte es auf den Punkt: „Unser Modell ist am Ende. Wir werden im Grunde durch Roboter ersetzt.“ Deloitte betonte gegenüber Mitarbeitenden, man investiere erheblich, um den Übergang zu einem menschengeführten, KI‑gestützten Ansatz zu gestalten.
Weitreichende Folgen für das Geschäftsmodell
Beratungsfirmen suchen demnach verstärkt Alternativen zur abrechenbaren Stunde: Festpreise, Abonnements oder erfolgs‑/ergebnisbasierte Modelle gewinnen an Bedeutung — ähnlich der Preisgestaltung von Software oder Produktangeboten. Solche Modelle sollen planbarere Einnahmen und Skalierbarkeit bringen, bedeuten aber auch neue Risiken.
- Festpreise
- Abonnements
- Erfolgs‑/ergebnisbasierte Modelle
Welche Risiken entstehen?
- Bei Festpreisen und Abos trägt die Firma Mehrkosten, wenn Projekte länger dauern als erwartet.
- Zahlungen können unvorhersehbar werden.
- Erfolg lässt sich oft nur subjektiv messen — was zu Streitigkeiten mit Kunden führen kann.
Genau diese Unsicherheiten wurden in der Diskussion als mögliche Gefahr für Kundenbeziehungen genannt.
Branchenweite Bewegung
Nicht nur Deloitte diskutiert Umbaupläne: McKinsey und BCG setzen laut Bericht des Wall Street Journal ebenfalls verstärkt auf Ergebnis‑ oder erfolgsbasierte Vergütungsmodelle. McKinsey‑Partner Shelley Stewart III sagte dem WSJ, dass bereits mehr als 30 Prozent der globalen Gebühren von McKinsey aus solchen Modellen stammen.
Externe Stimmen ziehen ein hartes Fazit. Pat Petitti, CEO der KI‑Beratungsplattform Catalant, bezeichnet den Trend nicht als bloße strategische Option, sondern als „existenziellen Kampf“ und sagte laut Bericht: „KI zerstört ihr Geschäftsmodell.“
Die Quelle für die dargestellten Zahlen und Zitate ist ein interner Deloitte‑Town‑Hall‑Vortrag, wie er dem Wall Street Journal vorlag.
Quellen
- Quelle: Deloitte
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




