Damodaran warnt vor KI-Crash: Schulden, Infrastruktur und Jobrisiken

21.06.2026 | Allgemein, KI

NYU-Professor Aswath Damodaran sieht echte Risiken: teure Infrastruktur, schwache Skaleneffekte und Preisdruck könnten Firmen und Jobs treffen.

In Kürze

  • Massive Investitionen in Rechenzentren und Schuldenrisiken
  • Skaleneffekte sind begrenzt — jede Anfrage kostet Rechenleistung
  • Preisdruck und Automatisierung können Margen und Jobs stark treffen

Weniger Hype, mehr Rechnungen: NYU-Finanzprofessor Aswath Damodaran hat im Podcast „Intangible Economy“ vor den Risiken eines möglichen KI-Crashes gewarnt — und zwar mit Vergleichen zur Dotcom-Blase von 2000.

Seine Kernpunkte:

  • hohe Kapitalbindung
  • fragile Skaleneffekte
  • Preisdruck durch Konkurrenz
  • weitreichende soziale Folgen, wenn KI Arbeit ersetzt

Physische Infrastruktur und Schuldenbremse

Damodaran betont, dass KI anders finanziert wird als frühere Softwarewellen. Es geht nicht nur um Code, sondern um massive physische Infrastruktur: Rechenzentren, spezialisierte Anlagen, Energieverbrauch. Viele dieser Investitionen laufen über Kredite. Fällt der Markt, trifft das nicht nur Aktionäre — Verschuldung und Abschreibungen könnten ganze Industrien und Regionen belasten.

Skalierung ist teuerer als gedacht

Im klassischen Softwaremodell sinken die Kosten pro zusätzlichem Nutzer stark. Bei KI ist das nicht automatisch so: Jede weitere Anfrage erzeugt Rechenkosten. Damodaran zieht den Vergleich zu einem Streaming-Dienst — Spotify zahlt pro Stream — und sagt: Der Skaleneffekt bei KI ist schwächer als bei Diensten, bei denen Inhalte einmal produziert und von vielen geteilt werden können. Schnelles Wachstum bei dünnen Margen kann deshalb zu erheblicher Wertvernichtung führen.

Konkurrenz und Preisverfall als Risiko

Ein weiteres Risiko sieht er im internationalen Wettbewerb. Firmen aus Ländern mit niedrigeren Kosten, etwa chinesische Anbieter wie Deepseek, könnten Preise drücken. Solcher Preisdruck würde die ohnehin begrenzten Margen weiter ausdünnen und Geschäftsmodelle unter Druck setzen.

Das Extrem: Massenarbeitslosigkeit als mögliches Szenario

Damodaran geht auch auf ein mögliches Extremszenario ein: Sollte KI tatsächlich sehr leistungsfähig werden, könnte ein großer Teil der Büroarbeit wegfallen — er nennt als Marke bis zu „der Hälfte aller Büroangestellten“. Dann wäre KI kein bloßes Werkzeug mehr, sondern würde Jobs ersetzen. Er beschreibt dieses Szenario als „Fiebertraum“ — möglich, aber mit gravierenden sozialen Implikationen.

Big Tech: mehr Kapitalbedarf, schneller Verfall

Interessant ist sein Blick auf die großen Technologieunternehmen. Damodaran besitzt selbst fünf der sieben sogenannten „Magnificent Seven“ und hält Amazon seit 1997. Er beobachtet, dass viele einst kapitalarme Tech-Firmen jetzt hohe Investitionen tätigen müssen und diese Anlagen über Jahre abschreiben. Theoretisch lassen sich diese Investitionen über zehn Jahre verteilen — praktisch sind Hardware und spezialisierte Rechenzentren oft schon nach fünf Jahren veraltet. Das schafft Unsicherheit, ob die Firmen die richtigen Annahmen über Lebensdauer und Rendite treffen.

Apple setzt auf Zurückhaltung

Bei Apple sieht Damodaran eine andere Herangehensweise: Das Unternehmen geht vorsichtiger mit groß angelegten KI-Investitionen um. Kritiker bemängeln, Apple setze zu wenig auf KI; für Damodaran hat diese Zurückhaltung einen Wert: Apple kann aus den Fehlern anderer lernen, statt selbst blind Milliarden in Bereiche zu stecken, in denen es wenig Erfahrung hat.

Die Warnung des Professors ist kein Gesetz, sondern eine Risikoanalyse. Im Podcast skizziert Damodaran mögliche Pfadabhängigkeiten und Ökonomien, die ein KI-Beben verschärfen könnten — von Bilanzproblemen bis zu gesellschaftlichen Verwerfungen.

Quellen

  • Quelle: Aswath Damodaran
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

💡Über das Projekt KI News Daily

Dieser Artikel wurde vollständig mit KI generiert und ist Teil des Projektes KI News Daily der Pickert GmbH.

Wir arbeiten an der ständigen Verbesserung der Mechanismen, können aber leider Fehler und Irrtümer nicht ausschließen. Sollte dir etwas auffallen, wende dich bitte umgehend an unseren Support und feedback[at]pickert.io

Vielen Dank! 🙏

Das könnte dich auch interessieren…