Cisco streicht rund 4.000 Stellen und verlagert Mittel in KI und Security.
In Kürze
- ≈4.000 Stellen (5%)
- Rekordquartal, Mittel zu KI & Security
- Sicherheitslücken und CEO-Gehalt sorgen für Kritik
Cisco streicht fast 4.000 Stellen — das sind rund 5 % der Belegschaft.
Das Unternehmen nennt eine Umstellung der Kostenstruktur und verstärkte Investitionen in KI und Cybersicherheit als Gründe für die Kürzungen, obwohl die jüngsten Quartalszahlen besser als erwartet ausgefallen sind.
Quartalszahlen
Im dritten Geschäftsquartal meldete Cisco Gewinne und Einnahmen über den Analystenerwartungen; das Management sprach von Rekordumsatz und zweistelligem Wachstum. Trotzdem will Cisco nun Personal abbauen, um Mittel umzuschichten: weniger Mitarbeiter, mehr Budget für künstliche Intelligenz und Sicherheitslösungen.
Personalabbau und Mittelumschichtung
Trotzdem will Cisco nun Personal abbauen, um Mittel umzuschichten:
- weniger Mitarbeiter
- mehr Budget für künstliche Intelligenz und Sicherheitslösungen
Sicherheitsvorfälle
Hintergrund für die Betonung der Sicherheit sind mehrere Vorfälle in letzter Zeit. Sicherheitslücken in Routern und Firewalls ermöglichten Angreifern den Zugang zu Firmennetzen — betroffen waren laut Berichten auch Behördennetze. Zudem hatte Cisco im vergangenen Jahr einen Datenvorfall mit betroffenen Kundendaten.
CEO und Vergütung
Cisco-CEO Chuck Robbins lobte in einem Blogeintrag die Quartalszahlen und kündigte gezielte Investitionen an, etwa um KI im Arbeitsalltag stärker einzusetzen. Öffentliche Unterlagen veranschlagen Robbins’ Vergütung für 2025 mit mehr als 52 Millionen US-Dollar. Auf Nachfragen erklärte ein Cisco-Sprecher nichts zu möglichen Änderungen bei den Bezügen des CEO und verwies auf die Aussagen des Managements.
Frühere Entlassungen und Branchenvergleich
Die aktuelle Kürzungsrunde ist nicht die erste: 2024 hatte Cisco bereits zwei größere Entlassungswellen mit insgesamt tausenden Betroffenen, und in diesem Jahr wurden bereits über 150 Stellen abgebaut. Ähnlich gelagerte Fälle gab es jüngst bei anderen Konzernen wie Cloudflare und General Motors, die ebenfalls trotz guter Ergebnisse Personal reduzierten und Investitionen in KI als einen Beweggrund nannten.
Investitionspläne
Konkret plant Cisco, die eingesparten Mittel verstärkt in KI-Technik zur Automatisierung und Datenanalyse sowie in die eigenen Sicherheitsangebote zu stecken.
Gleichzeitig sorgen die Kombination aus starken Quartalszahlen, hohen Führungskräftevergütungen und neuen Entlassungsrunden für öffentliche Debatten und Nachfragen zur Unternehmensführung.
Quellen
- Quelle: Cisco
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




