Bericht: Chinesisches Startup soll für Trainingsaufgaben illegal eingeführte Nvidia‑GPUs genutzt haben.
In Kürze
- DeepSeek testete heimische Chips, blieb aber hinter Erwartungen zurück.
- Berichten zufolge wurden Nvidia‑GPUs geschmuggelt; neues Modell soll bald erscheinen.
- Chinas Politik zur Reduzierung von US‑Chipimporten kann kurzfristig zu Engpässen führen.
DeepSeek soll für neues KI‑Modell auf geschmuggelte Nvidia‑Chips zurückgegriffen haben
Laut einem Bericht des Wall Street Journal hatte das chinesische KI‑Startup DeepSeek Probleme bei der Entwicklung seines neuen Flaggschiff‑Modells. Demnach versuchte das Unternehmen im vergangenen Jahr zunächst, Chips von Huawei und anderen heimischen Herstellern einzusetzen – mit enttäuschenden Ergebnissen.
Als Reaktion darauf soll DeepSeek für bestimmte Trainingsaufgaben auf Nvidia‑Chips ausgewichen sein, die Berichten zufolge illegal ins Land gebracht wurden. Mit diesen GPUs habe das Team offenbar Fortschritte erzielt; das neue Modell soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. Die Darstellung beruht auf Insiderangaben und wurde vom Wall Street Journal verbreitet.
Forscher sehen Limitationen ohne bessere Hardware
Auf einer Fachkonferenz in Peking machten führende chinesische KI‑Forscher deutlich, dass ohne leistungsfähigere Chips chinesische KI‑Modelle kaum zur US‑Konkurrenz aufschließen können. Justin Lin von Alibaba, der an Qwen arbeitet, schätzte die Chance, OpenAI oder Anthropic innerhalb von drei bis fünf Jahren zu überholen, auf höchstens 20 Prozent.
Die Kritiken spiegeln eine breite Debatte innerhalb der Forschung wider: Algorithmen sind wichtig, doch das Training großer Modelle hängt stark von verfügbarer Rechenleistung und spezialisierter Hardware ab.
Politischer Druck auf Chipimporte
Parallel dazu verfolgt die chinesische Regierung derzeit das Ziel, den Import von US‑Chips zu reduzieren, um die heimische Chipproduktion zu stärken. Diese Politik soll langfristig die Abhängigkeit von ausländischer Technologie senken – kurzfristig könnte sie aber Engpässe verursachen, die bei einigen Anbietern zu Kompromissen führen.
Kurz erklärt: Warum Nvidia‑Chips relevant sind
Nvidia‑Chips werden häufig als GPUs bezeichnet und sind für sehr rechenintensive Aufgaben wie das Training großer KI‑Modelle optimiert. Sie bieten parallele Rechenleistung, die Milliarden von Parametern während des Trainings gleichzeitig bearbeiten kann. Deshalb sind sie bei Forschern und Startups weltweit gefragt – und genau deshalb stehen sie im Zentrum der aktuellen Diskussionen um Importbeschränkungen und die Berichte zu DeepSeek.
Quellen
- Quelle: Deepseek
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




