Apple lässt Teile seiner Prozessoren bei Intel fertigen – Intels Aktie auf Rekordhoch

26.05.2026 | Allgemein, KI

Apple verlagert Chipfertigung zu Intel; Intel erreicht Rekordkurs. Server‑CPUs boomen, AMD wächst stark; ARM gewinnt Marktanteile.

In Kürze

  • Apple gibt Chipfertigung an Intel – Aktie über 126 USD
  • Servergeschäft: AMD wächst 57%, Intel 22% – CPUs wichtiger für KI
  • ARM holt auf; MacBook Neo stark nachgefragt, Lieferengpässe

Apple lässt offenbar Teile seiner Prozessoren künftig bei Intel fertigen

Apple lässt offenbar Teile seiner eigenen Prozessoren künftig bei Intel fertigen – und das hat bereits sichtbare Folgen an der Börse: Intels Aktie kletterte auf ein Rekordhoch über 126 US‑Dollar. Beobachter führen den Schritt auch auf den Trend zu lokaler Produktion zurück; „Made in USA“ passt zur aktuellen US‑Politik, zumal der Staat größere Intel‑Beteiligungen hält.

Rechenzentren mit Erdgas

Parallel dazu entstehen in den USA sehr große Rechenzentren, die mit Erdgas betrieben werden. Solche Investitionen stoßen bei Anlegern auf Zustimmung und befeuern die Kurse in der Branche.

Rechenzentrums‑Geschäft: AMD vs. Intel

Im Rechenzentrums‑Geschäft hat AMD Intel an einigen Stellen überholt. Im ersten Quartal 2026 meldete AMD in diesem Bereich 5,8 Milliarden US‑Dollar Umsatz – rund 14 Prozent mehr als im Vorjahr, so der Bericht. Die Server‑Sparten beider großen x86‑Chiphersteller wuchsen deutlich:

  • AMD: im Jahresvergleich +57 Prozent
  • Intel: im Jahresvergleich +22 Prozent

(x86 bezeichnet die weit verbreitete CPU‑Architektur, auf der ein Großteil von Servern und PCs läuft.)

CPUs und KI‑Beschleuniger

Für moderne, agentische KI‑Modelle gewinnen klassische Prozessoren (CPUs) wieder an Bedeutung. Zusätzlich verkauft AMD viele KI‑Beschleuniger vom Typ Instinct MI, spezialisierte Chips, die KI‑Rechenaufgaben deutlich beschleunigen. Intel hingegen hat bislang keine konkurrenzfähigen KI‑Beschleuniger im Markt.

PC‑ und Notebook‑Absatz

Auch der PC‑ und Notebook‑Absatz lief gut: x86‑CPUs für Laptops und Desktop‑Rechner verzeichneten hohe Nachfrage. Marktbeobachter führen das unter anderem auf Vorratskäufe zurück, weil RAM und SSDs zuletzt deutlich teurer geworden sind.

ARM‑basierte Prozessoren

Trotz des CPU‑Boomeffekts gewinnen ARM‑basierte Prozessoren in bestimmten Bereichen Marktanteile, vor allem in Cloud‑/KI‑Rechenzentren und bei Notebooks. Allerdings sind nicht alle ARM‑Entwürfe gleich erfolgreich:

  • Qualcomms Snapdragon X scheint Probleme zu haben
  • Apples MacBook Neo offenbar sehr gut ankommt — so gut, dass Apple offenbar Schwierigkeiten hat, die starke Nachfrage zu befriedigen. Apple selbst äußert sich zu den Lieferengpässen nicht.

Quellen

  • Quelle: Apple
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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