Die Regierung lässt einen digitalen Assistenten für GOV.UK entwickeln, der Jobsuchenden Karrierehilfe, Weiterbildung und klare Infos zu Leistungen bietet.
In Kürze
- Anthropic entwickelt digitalen Assistenten für GOV.UK
- Fokus: Karriereberatung, Zugang zu Weiterbildungen, klare Leistungsinfo
- Datenkontrolle für Nutzende; Übergabe an Regierung geplant
Wenn du demnächst auf GOV.UK nach Unterstützung suchst, könnte ein KI‑Assistent deine erste Anlaufstelle werden:
Die britische Regierung hat das US‑Unternehmen Anthropic beauftragt, einen digitalen Assistenten für die Regierungswebsite zu entwickeln. Vorrangig richtet sich das Angebot zunächst an Arbeitssuchende – mit Karriereberatung, vereinfachtem Zugang zu Weiterbildungen und klaren, verständlichen Erklärungen zu staatlichen Leistungen.
Die Zusammenarbeit folgt einer Absichtserklärung aus dem Februar 2025. Anthropic‑Ingenieure arbeiten direkt mit britischen Beamten zusammen, damit die Regierung das System später selbst betreiben kann. Nutzende sollen dabei jederzeit die Kontrolle über ihre Daten behalten und sich nach Belieben abmelden können.
Pip White, Regionalchefin von Anthropic, formuliert die Idee so: Das Projekt zeige, wie KI sicher zum Gemeinwohl eingesetzt werden könne. (Angaben von Anthropic.)
Parallel sind mehrere große US‑Technologiefirmen in Großbritannien aktiv:
- Microsoft
- OpenAI
- Nvidia
Sie hatten im vergangenen Jahr Investitionen von mehr als 31 Milliarden Pfund für britische KI‑Infrastruktur angekündigt. Ein Unterschied zwischen den Anbietern betrifft auch Richtlinien zur Nutzung: Anthropic verbietet US‑Strafverfolgungsbehörden, seine Modelle für Inlandsüberwachung zu nutzen. OpenAI dagegen hat einen rund 200‑Millionen‑Dollar‑Vertrag mit dem US‑Verteidigungsministerium.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie der Assistent in die GOV.UK‑Plattform integriert wird, welche konkreten Dienste zuerst an den Start gehen und wie gut die Übergabe an die Regierung gelingt.
Quellen
- Quelle: Anthropic / UK government
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




