Amazon probiert in den USA KI‑generierte Bilder und neue visuelle Suche in der Shopping‑App. Manche Bilder zeigen nicht existierende Artikel; Alexa for Shopping ersetzt Rufus.
In Kürze
- Suchergebnisse zeigen KI‑generierte Produktbilder, teils fiktiv
- Amazon Lens Live: visuelle Suche mit Textverfeinerung
- ‚Alexa for Shopping‘ ersetzt Rufus und empfiehlt Produkte
Amazon testet in den USA neue KI‑Funktionen in seiner Shopping‑App, die stärker mit Bildern arbeitet — teilweise sind diese Bilder sogar komplett künstlich erzeugt.
Was du beim Suchen siehst
Beim Tippen in der Suchleiste zeigt die App jetzt automatisch Bilder, die eine generative KI erstellt hat. Die Motive stammen vor allem aus den Bereichen Kleidung und Haushaltswaren. Wichtig zu wissen: Manche abgebildeten Produkte existieren gar nicht in echt. Klickst du auf ein solches Bild, leitet die App dich zu realen, ähnlichen Artikeln im Amazon‑Katalog weiter.
Outfit‑Collagen als Inspirationsquelle
Zusätzlich blendet die App KI‑generierte Outfit‑Collagen ein — Kombinationen aus Kleidungsstücken und Accessoires, die so nicht bestellbar sind. Sie sollen offenbar als optische Anregung dienen; konkrete Bestelloptionen zeigen diese Collagen nicht direkt.
Visuelle Suche: Amazon Lens Live
Neu ist auch eine erweiterte visuelle Suche namens Amazon Lens Live, die an Google Lens erinnert. Du kannst mit der Smartphone‑Kamera auf Gegenstände zielen, Bildbereiche markieren (etwa per Einkreisen) und die Suche per Text verfeinern — zum Beispiel nach Farbe oder Marke. Amazon nennt als Beispiel das englische Kommando „make this a metal table“, mit dem die Suche angepasst werden kann.
„Type it, see it, and shop it“
Amazon beschreibt das Ziel der Tests so: Einkaufen soll unterhaltsamer werden und der Weg zum Produkt einfacher. In diesem Zusammenhang verwendet das Unternehmen den Slogan „Type it, see it, and shop it“.
Alexa for Shopping ersetzt Rufus
Im Bereich Assistenz wird der bisherige Bot Rufus durch „Alexa for Shopping“ ersetzt. Diese neue Variante soll praktische Fragen beantworten können — etwa wie man Flecken entfernt — und dazu passende Produkte vorschlagen.
Verfügbarkeit zunächst begrenzt
Alle neuen Funktionen laufen vorerst nur in den USA und nur auf Englisch. Einen Zeitplan für weitere Länder oder Sprachen nennt Amazon nicht; die Einschränkung wurde auch von heise online bestätigt.
Das ist bislang alles, was Amazon kommuniziert hat.
Quellen
- Quelle: Amazon.com
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




