Alexa+ ist in den USA flächendeckend verfügbar. Prime nutzt alle Funktionen ohne Aufpreis; Nicht‑Prime zahlen 19,99 USD/Monat. Web/App bieten begrenzte Gratisversion.
In Kürze
- Konversationsstärker: Nachfragen, Follow‑on‑Mode
- Viele Integrationen für Aktionen wie Taxi, Reservierung, Buchung
- Modell‑agnostisch: Kombination aus Amazon‑ und Drittmodellen
Amazon hat Alexa+ in den USA flächendeckend freigeschaltet: Die neue, generativ KI‑gestützte Version des Sprachassistenten ist ab sofort für alle Kundinnen und Kunden nutzbar. Prime‑Mitglieder erhalten die volle Alexa+-Funktionalität ohne Aufpreis; für Nicht‑Prime‑Nutzer kostet der Zugang 19,99 US‑Dollar pro Monat. Über die Alexa‑Webseite und die App gibt es eine eingeschränkte Gratisversion mit Nutzungsbegrenzungen.
Was Alexa+ kann
Alexa+ führt deutlich konversationsfreudigere Dialoge: Nachfragen, Rückfragen und fortlaufende Gespräche sind vorgesehen.
Klassische Assistentenaufgaben bleiben erhalten:
- Termine planen
- Smart‑Home‑Steuerung
- Timer setzen
- Nachrichten und Wetterberichterstattung
Ergänzt wird das um typische Chatbot‑Funktionen:
- Reise‑Itinerare erstellen
- geteilte Kalender aktualisieren
- Rezepte finden und speichern
- Filmempfehlungen geben
- bei Hausaufgaben helfen
- Themen recherchieren
Integrationen und Aktionen
Amazon hat Alexa+ mit zahlreichen Diensten verbunden — darunter:
- Ticketmaster
- Uber
- OpenTable
- Expedia
- Yelp
- Thumbtack
- Angi
- Square
- Fodor’s
- Suno
Diese Verknüpfungen erlauben komplexere Aktionen über Alexa, etwa einen Tisch reservieren oder ein Uber bestellen.
Technische Grundlage: modell‑agnostisch
Alexa+ arbeitet nach dem „modell‑agnostischen“ Ansatz: Amazon kombiniert eigene und externe KI‑Modelle und wählt das jeweils passende Modell für eine Aufgabe. Das System kann außerdem agentisch agieren, also Aufgaben autonom ausführen; konkrete Nutzungszahlen für diese Form der Automatisierung hat Amazon bisher nicht genannt.
Beta‑Feedback und Änderungen
Während der Beta gab es die Möglichkeit, zur alten Alexa zurückzukehren — diese Option bleibt vorläufig erhalten. Amazon berichtet, dass nur wenige Prozent der Testenden sie genutzt haben.
Auf Beschwerden über zu viel Reden, Unterbrechungen und die neue Stimme hat Amazon reagiert:
- Die Onboarding‑Erklärung enthält nun Hinweise, wie man die Stimme ändert; die klassische Alexa‑Stimme ist weiterhin verfügbar, nutzt aber jetzt KI für stärkere Betonung.
- Bei Unsicherheit fragt Alexa künftig „Is that for me?“, um unbeabsichtigte Antworten zu vermeiden.
- Funktionen wie der „Follow‑on‑Mode“ (bei dem Alexa nach einer Antwort weiter zuhört) lassen sich aus- und einschalten.
- Eine optionale Änderung der Persönlichkeit wurde angedeutet, ist aber noch nicht freigegeben.
Nutzungs‑Signale aus der Testphase
Amazon spricht von „zig Millionen“ Testnutzern und meldet positive Nutzungsentwicklungen: Musikwiedergaben stiegen um rund 25 %, Interaktionen mit Rezepten verfünffachten sich, und die Gesamtzahl der Gespräche mit Alexa+ liegt zwei- bis dreimal so hoch wie bei der alten Alexa.
Verfügbarkeit und Zugriff
Alexa+ ist verfügbar auf:
- Echo‑Geräten
- Fire TV
- über Alexa.com
- in der Alexa‑App
- Geräten von Partnern wie Samsung und Bose
Weitere Geräte sollen folgen. Der Zugriff über Web und App bleibt gratis, ist jedoch mit Begrenzungen versehen, die Amazon zum Schutz vor Missbrauch eingerichtet hat — Details dazu wurden nicht öffentlich gemacht.
Quellen
- Quelle: Amazon / Alexa+
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




