OpenAI bringt Dot in iMessage und RCS – nur für zahlende Pro‑Nutzer in den USA

30.10.2026 | Allgemein, KI

Dot kann jetzt direkt per iMessage und RCS schreiben – vorerst nur für ChatGPT Pro in den USA.

In Kürze

  • Dot initiiert und empfängt Nachrichten in iMessage/RCS
  • Beta exklusiv für zahlende Pro‑Kund:innen in den USA, EU ausgeschlossen
  • Nachrichten laufen über Drittanbieter Linq, keine Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung

OpenAI bringt seinen immer aktiven KI-Assistenten Dot jetzt in deine normalen Nachrichten-Apps — allerdings mit Einschränkungen: Bislang können nur zahlende ChatGPT‑Pro‑Kund:innen in den USA im Beta‑Test per iMessage oder RCS mit ihrem Dot schreiben. Und die Nachrichten laufen über einen externen Dienst, das heißt: keine Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung.

Was ist Dot?

Dot ist ein persönlicher, immer aktiver KI‑Agent, der im Hintergrund Aufgaben überwacht oder nach Informationen sucht und dich anschreibt, sobald etwas passiert oder eine Entscheidung nötig ist. Anders als ein passiver Chatfenster‑Assistent kann Dot von sich aus Kontakt aufnehmen — etwa wenn ein Projektstatus sich ändert oder neue E‑Mails eintreffen.

Wie du Dot per Nachricht nutzt

Pro‑Nutzer in den USA (Beta) können Dot über die gewohnten Messaging‑Apps ansprechen: iPhone‑Nutzer über iMessage, Android‑Nutzer über RCS (das modernere SMS‑Protokoll). Die Einrichtung läuft so:

  • Öffne dein Dot‑Profil in ChatGPT, wähle „Texting“
  • bestätige deine Telefonnummer und speichere die Kontaktkarte.

Du kannst Text, Fotos und Sprachnachrichten senden; Dot kann dir auch aktiv schreiben. Wenn Dot eine Aktion braucht, bekommst du einen Link zurück in die ChatGPT‑App. Gruppen‑Chats, Anrufe und FaceTime werden nicht unterstützt.

Wer kann Dot nutzen und was kostet das?

Der Zugriff ist aktuell auf ChatGPT Pro‑Abonnenten in den USA im Beta‑Test beschränkt. OpenAI bietet Pro‑Pläne derzeit in drei Stufen an:

  • 100 US‑Dollar pro Monat
  • 200 US‑Dollar pro Monat
  • 500 US‑Dollar pro Monat

Nutzer:innen in der EU/EWR, Großbritannien und der Schweiz können Dots momentan nicht verwenden.

Datenschutz: Drittanbieter und keine E2EE

OpenAI betont, dass nur du mit deinem Dot schreiben kannst und das Setup nicht automatisch auf andere Chats zugreift. Gleichzeitig laufen die Nachrichten über einen Drittanbieter namens Linq. Das hat zur Folge, dass die Nachrichten nicht Ende‑zu‑Ende‑verschlüsselt sind — sie sind also nicht ausschließlich zwischen dir und Dot geschützt. OpenAI gibt an, Sicherheitsprüfungen mit Linq durchgeführt zu haben. Schaltest du das Texten aus, wird deine Nummer getrennt; vergangene Chats und gespeicherte Inhalte werden dabei jedoch nicht automatisch gelöscht.

Warum das relevant ist

Der Schritt bringt KI direkt in die Messaging‑Apps, die viele von uns ohnehin täglich nutzen — das erhöht die praktische Nutzbarkeit von Dot. Gleichzeitig besteht dadurch ein größeres Risiko für sensible Daten. OpenAI selbst weist darauf hin, keine Passwörter, Gesundheitsdaten oder sehr private Informationen per Text mit Dot zu teilen.

Einschränkungen und technische Details

  • Regionale Begrenzung auf die USA.
  • Nur Pro‑Kund:innen im Beta‑Programm haben Zugang.
  • Gruppenchats und Sprach/Videoanrufe sind außen vor.
  • Für Aktionen, die deine Zustimmung brauchen, wirst du wieder in die ChatGPT‑App geführt.
  • Die Nachrichtenübermittlung über Linq bleibt ein zentraler technischer und datenschutzrechtlicher Fakt, den Nutzer:innen bei der Nutzung berücksichtigen müssen.

Quellen

  • Quelle: OpenAI
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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