EU setzt Google unter Druck: Android und Search müssen geöffnet werden

17.07.2026 | Allgemein, KI

EU verpflichtet Google, Android und Search zu öffnen. Umsetzung bis 2027.

In Kürze

  • Android: gleiche Systemrechte
  • Search: Zugang zu Suchdaten
  • Bußgelder: bis 10% des Umsatzes

EU zwingt Google zur Öffnung von Android und Search — Fristen bis 2027

Die Europäische Kommission hat Google verpflichtet, Konkurrenten deutlich mehr Zugang zu zwei Kernbereichen seines Ökosystems zu gewähren: Android und Google Search. Es handelt sich um zwei getrennte Entscheidungen nach dem Digital Markets Act (DMA). Anders als rein finanzielle Strafen zielen die Maßnahmen auf Verhaltensänderungen ab: Die Freigabe bestimmter Suchdaten muss bis Januar 2027 beginnen, die Änderungen an Android sind bis Juli 2027 umzusetzen.

Was der DMA regelt

Der DMA ist ein EU‑Gesetz, das besonders mächtige Plattformen — sogenannte „Gatekeeper“ — dazu verpflichtet, Wettbewerbern vergleichbaren Zugang zu Systemen und Daten zu gewähren, die sie selbst nutzen. Ziel ist, Wettbewerbsbarrieren zu verringern, indem Konkurrenten technische Interoperabilität und Zugang zu wichtigen Schnittstellen ermöglicht werden.

Android: gleiche Systemrechte für fremde Assistenten

Kern der Android‑Entscheidung ist, dass Google Dritt‑KI‑Assistenten denselben Systemzugang gewähren muss, den der eigene Gemini‑Assistent hat. Praktisch heißt das: Nutzer sollen künftig entscheiden können, ob alternative Assistenten tief in das Gerät integriert werden — mit Rechten wie:

  • dem Steuern von Apps
  • dem Reagieren auf eine Weckphrase
  • der Nutzung bestimmter Hardwarefunktionen

Für dich bedeutet das, dass du in Zukunft bei passenden Geräten möglicherweise ChatGPT, Claude oder Perplexity als systemweiten Assistenten einstellen kannst, statt auf Gemini beschränkt zu sein. Google darf allerdings prüfen, welche Dienste besonders tiefen Zugriff erhalten müssen, um Sicherheitsrisiken zu begrenzen.

Search: mehr Daten für Wettbewerber

Bei Google Search verlangt die Kommission, dass Wettbewerber — darunter KI‑Chatbots, die faktisch als Suchmaschinen fungieren — Zugang zu Daten bekommen, die Google Search erzeugt und bisher zurückgehalten hat. Die Anordnung erinnert an Abhilfemaßnahmen aus einem US‑Kartellverfahren, in dem Google ebenfalls zur Weitergabe bestimmter Suchdaten verpflichtet wurde. Die EU will Nutzungsgrenzen und Regeln vorgeben, wie diese Daten verwendet werden dürfen.

Sicherheit, Kontrolle und Durchsetzung

Google hat gewarnt, die Maßnahmen könnten Privatsphäre und Sicherheit gefährden und Produktqualität schmälern. Die Kommission kontert, dass sie Vorkehrungen treffen werde — etwa Nutzungsbeschränkungen für Daten und Prüfmechanismen bei besonders tiefem Android‑Zugriff — um Risiken zu begrenzen. Sollte Google die Auflagen nicht erfüllen, drohen Bußgelder von bis zu 10 % des weltweiten Jahresumsatzes.

Breitere Bedeutung für Markt und Anbieter

Die Entscheidungen könnten Googles Kontrolle über zwei zentrale Plattformen schwächen, der Entwicklung von Gemini und anderen Google‑Diensten neue Rahmenbedingungen geben und Konkurrenzunternehmen Chancen eröffnen, sich technisch stärker zu integrieren. Zugleich sendet die EU damit ein Signal an weitere große Konzerne in Europa — Apple wurde etwa bereits für die Zurückhaltung seiner Siri‑KI genannt.

Was EU und Google sagen

EU‑Kommissarin Henna Virkkunen betonte, man wolle Innovation und Vielfalt fördern, fairen Wettbewerb ermöglichen und Nutzerinnen und Nutzern in der EU mehr Auswahl bieten.

Aus Google‑Kreisen erklärte Manager Kent Walker, die Entscheidungen könnten wichtige Datenschutz‑ und Sicherheitsstandards unterlaufen; Google habe alternative Lösungen vorgeschlagen, die aus seiner Sicht nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Kurz: Die Kommission zwingt Google zu mehr Offenheit bei Android und Search — mit klaren Fristen und Durchsetzungsmechanismen. Für Nutzer könnte das heißen, dass andere KI‑Assistenten tiefer ins System rücken und bei Such‑ und KI‑Diensten mehr Auswahl entsteht, während Datenschutz- und Sicherheitsfragen weiter streitig bleiben.

Quellen

  • Quelle: European Commission / Google
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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Dieser Artikel wurde vollständig mit KI generiert und ist Teil des Projektes KI News Daily der Pickert GmbH.

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