Google Vids erzeugt aus Selfie und Sprachaufnahme ein personalisiertes KI-Avatar – direkt per Text-Prompt.
In Kürze
- Selfie + Sprachaufnahme erzeugen ein visuelles und stimmliches Avatar
- Gemini Omni verarbeitet Text und Bilder, übernimmt Nachbearbeitung und Effekte
- Integration in Workspace, SynthID-Wasserzeichen; Avatare nur ab 18 und in ausgewählten Regionen
Google erweitert Vids: KI-Avatare, die aussehen und klingen wie du
So funktioniert’s
Du lädst ein Selfie und eine Sprachaufnahme hoch – daraus erzeugt Google ein digitales Avatar, das visuell und stimmlich an dich erinnert. Keine aufwändige Produktion: ein Foto, eine kurze Aufnahme und ein Text-Prompt reichen, um ein Video zu starten.
Was Gemini Omni beisteuert
Im Kern arbeitet das neue Feature mit Geminis multimodalem Modell Omni. Multimodal bedeutet hier konkret: Das Modell verarbeitet gleichzeitig Text und Bilder. Du kannst also Videos per Text-Prompt plus Referenzbilder erzeugen. Omni übernimmt dabei auch typische Nachbearbeitungen wie Hintergrundtausch, Lichtkorrekturen oder Effekte.
Schrittweise Bearbeitung
Neu ist die Möglichkeit, Videos schrittweise zu bearbeiten. Du musst nicht jedes Mal von vorne beginnen, sondern kannst Anpassungen während der Erstellung vornehmen — etwa Ton, Bildausschnitt oder visuelle Effekte.
Integration in Google Workspace und Zielgruppen
Google positioniert Vids als All‑in‑one-Videoerstellungsplattform und bindet die Funktion in Google Workspace ein (Gmail, Docs, Kalender). Damit zielt der Anbieter auf Anwendungsfälle wie Firmen‑Updates oder Schulungsvideos. Die personalisierten Avatare und Konversations‑Edits rücken Vids zugleich in direkte Konkurrenz zu Tools wie:
- HeyGen
- Synthesia
- Captions
- D-ID
Sicherheit und Identitätsschutz
Die Avatare sind an die Identität des Kontoinhabers und an dessen Google‑Account gebunden. Zusätzlich versieht Google die Inhalte unsichtbar mit SynthID — einer digitalen Wasserzeichen‑Technik, die helfen soll, KI‑erstellte Inhalte nachzuverfolgen und Missbrauch zu erschweren.
Verfügbarkeit und Altersbeschränkung
Persönliche Avatare sind derzeit nur für Nutzer in bestimmten Regionen und ab 18 Jahren vorgesehen. Google kommuniziert eine gestaffelte Verfügbarkeit, genaue Regionen nannte das Unternehmen in der Ankündigung nicht.
Einordnung im Markt
Die Neuerung kommt kurz nachdem OpenAI sein Tool Sora eingestellt hat. Google setzt damit offenbar weiter auf Nachfrage nach Tools, mit denen man sich selbst in KI‑Videos zeigen kann.
Quellen
- Quelle: Google
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




