Ex-Mitarbeitende werfen Meta vor, interne KI habe bei Mai‑Entlassungen Beschäftigte in Eltern- und Krankheitsurlaub benachteiligt.
In Kürze
- Metamate und KI‑Agenten sollen Bewertungen geliefert haben
- Personen in Schutzzeiten offenbar öfter auf Kündigungslisten
- Meta bestreitet die Vorwürfe; Klage läuft
26 frühere Meta‑Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter klagen: Sie sagen, interne KI‑Tools hätten sie bei den Mai‑Entlassungen benachteiligt — besonders jene, die sich in gesetzlich geschützten Eltern‑ oder Krankheitsurlauben befanden.
Was die Kläger vorwerfen
Die Gruppe behauptet, Meta habe eine „Konstellation“ aus internen KI‑Anwendungen eingesetzt, um Beschäftigte zu bewerten, zu rangieren und für Kündigungen vorzuschlagen.
- der interne KI‑Assistent „Metamate“
- von Mitarbeitenden trainierte KI‑Agenten
- Dashboards, die die Nutzung dieser Systeme und die daraus resultierenden Bewertungen sichtbar machten
Kurz zur Funktionsweise
Ein KI‑Assistent liefert Entscheidungsunterstützung oder Informationen; trainierte KI‑Agenten sind automatisierte Systeme, die aus firmeneigenen Daten lernen und Aufgaben ausführen. Die Kläger sagen, diese Werkzeuge seien in die Personalentscheidungen eingeflossen — und zwar ohne, dass Beschäftigte in Eltern‑ oder Krankheitspausen von der Bewertung ausgenommen wurden.
Kernproblem: geschützte Abwesenheit und Kündigungen
Laut Klage führte das dazu, dass Menschen, die gesetzlich geschützte Beurlaubungen genommen hatten, überproportional oft auf den Kündigungslisten landeten. Die Betroffenen sehen darin einen Verstoß gegen Bundes‑ und Landesgesetze, die eine Kündigung wegen Inanspruchnahme solcher Schutzzeiten verbieten.
Kontext: die Mai‑Entlassungen
Die fraglichen Entlassungen erfolgten im Mai als Teil von Metas Abbauplänen, bei denen rund zehn Prozent der Belegschaft — etwa 8.000 Stellen — wegfallen sollten. Die Kläger machen geltend, dass KI‑gestützte Bewertungen eine Rolle bei der Auswahl gespielt hätten.
Metas Reaktion
Meta weist die Vorwürfe zurück. Eine Unternehmenssprecherin erklärte, die Anschuldigungen seien unbegründet und Entscheidungen zur Personalplanung würden von Menschen getroffen, nicht von KI. Das Unternehmen betont damit, dass die letztliche Verantwortung bei Mitarbeitenden liege, nicht bei automatischen Systemen.
Stand des Verfahrens
Die Klage ist eingereicht; wie Gerichte die Behauptungen gegen Meta bewerten werden, steht noch aus.
Quellen
- Quelle: Meta
- Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
- Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.




