Google ändert Such‑Defaults: Deine Medien landen jetzt öfter im KI‑Training

07.07.2026 | Allgemein, KI

Google aktiviert standardmäßig das Speichern hochgeladener Medien und nutzt sie zum KI‑Training — du musst aktiv widersprechen, wenn du das nicht willst.

In Kürze

  • Search Services History & Personalized Recommendations sind standardmäßig aktiv
  • Betroffene Dienste: Maps, Lens, Translate, News, Shopping, Flights, Hotels u.a.
  • Du kannst ‚Save Media‘ deaktivieren, Löschintervalle wählen und andere Aktivitäten prüfen

Google hat im Juni per Kunden‑Mail stillschweigend an den Such‑Einstellungen gedreht — und damit die Default‑Regel verschoben: Ab sofort darf das Unternehmen standardmäßig mehr von deinen hochgeladenen Medien (Bilder, Dateien, Audio‑ und Videoaufnahmen) speichern und zum Trainieren seiner KI verwenden, sofern du nicht aktiv widersprichst.

Was genau ist neu?

Google hat zwei neue Kontrollmöglichkeiten eingeführt: Search Services History und Personalized Recommendations. Über diese Einstellungen kannst du steuern, wie deine Such‑ und Interaktionsdaten für Personalisierung genutzt und wie lange sie gespeichert werden. Standardmäßig sind diese Optionen aktiviert.

Welche Dienste sind betroffen?

Die Änderung bezieht sich nicht nur auf die klassische Websuche.

  • Maps
  • Shopping
  • Flights
  • Hotels
  • Translate
  • News
  • Funktionen wie Google Lens (Fotos für visuelle Suche) und Search Live (Sprachsuche)

Ein Foto, das du mit Google Lens nutzt, oder eine Sprachsuche kann nun gespeichert und für das KI‑Training verwendet werden.

Wozu werden die Daten genutzt?

Google schreibt in der Ankündigung und in den Hilfetexten explizit, dass gespeicherte Medien zur Entwicklung und Verbesserung von Google‑Diensten und KI‑Modellen verwendet werden. Manche Daten würden nur kurzfristig zur Funktion eines Produkts gehalten, andere könnten gezielt zur KI‑Ausbildung behalten werden. In der Dokumentation wird zudem erwähnt, dass auch menschliche Prüfer zur Unterstützung eingesetzt werden. Dieser Schritt steht dabei nicht allein: Auch andere Unternehmen sammeln vermehrt von Nutzern hochgeladene oder erzeugte Inhalte, um KI‑Systeme zu trainieren (ein Beispiel ist Meta).

Was kannst du tun?

  • Such‑Kontrollen anpassen: Öffne die Seiten für Search Services History und Personalized Recommendations und deaktiviere dort gegebenenfalls das Speichern von Medien (Checkbox „Save Media“) oder schalte die Funktion komplett aus.
  • Automatische Löschung: Du kannst automatische Löschintervalle wählen (nach 3, 18 oder 36 Monaten).
  • Weitere relevante Einstellungen findest du weiterhin unter Web & App Activity, Timeline, YouTube History usw.

Wichtig zu wissen zur bisherigen Regelung

Bislang regelte Google das Speichern historischer Suchdaten vor allem über „Web & App Activity“. Das hat sich geändert: Web & App Activity bleibt bestehen, aber zusätzlich gibt es jetzt die standardmäßig aktive Search‑Daten‑Option. Änderungen an Web & App Activity allein verhindern daher nicht automatisch, dass Daten aus den Search‑Diensten gespeichert werden — dafür musst du die neuen Search‑Einstellungen anpassen.

Quellen

  • Quelle: Google
  • Der ursprüngliche Artikel wurde hier veröffentlicht
  • Dieser Artikel wurde im Podcast KI-Briefing-Daily behandelt. Die Folge kannst du hier anhören.

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